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Wann ist teilstationäre Pflege sinnvoll?

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Häufig kommt es bei der Pflege von Angehörigen vor, dass man sich zwischen seiner Berufstätigkeit und der Pflege des Verwandten entscheiden muss. Oft hat man den Eindruck, dass sich beide Tätigkeiten nicht miteinander verbinden lassen, sodass sich die Pflegenden hin- und hergerissen fühlen. Mit der teilstationären Pflege ist die Verbindung jedoch durchaus möglich.

Beruf und Pflege kombinieren

Die teilstationäre Pflege ist eine Mischung aus einer stationären Pflege und der Pflege in den eigenen vier Wänden. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie als Angehöriger Ihren Beruf weiterhin ausüben möchten oder müssen, gleichzeitig aber ein Familienmitglied pflegebedürftig ist.

Die finanziellen Belastungen der Pflegenden

Es kommt dabei nicht nur darauf an, dass Sie unter Umständen arbeiten müssen, um eventuelle Kosten für zusätzliche Pflegeleistungen oder Ihren Unterhalt bezahlen zu können. Miete, Strom, Versicherungen, Kleidung und Nahrung sind Posten, die natürlich auch dann bestehen bleiben, wenn man andere Sorgen hat. Kündigt man seinen Job, um den Angehörigen zu pflegen, hat man außerdem in den ersten drei Monaten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Pflegezeit und Pflegegeld

Zwar gibt es die Möglichkeit, eine Pflegezeit zu nehmen und so bis zu sechs Monate von der Arbeit freigestellt werden, wenn enge Angehörige gepflegt werden müssen – dennoch hat man hier keinen Anspruch darauf, dass der Lohn während der Auszeit weitergezahlt wird.

Natürlich könnte man während dieser Phase das Pflegegeld in Anspruch nehmen, dass je nach Pflegestufe unterschiedlich hoch ausfällt, es wird jedoch nicht ausreichen, um damit eine Familie ernähren zu können.

Geldleistungen (bei Pflege durch Angehörige):

  • Pflegestufe 0 (=erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz): 120 Euro
  • Pflegestufe 1: 235 Euro
  • Pflegestufe 1 mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz: 305 Euro
  • Pflegestufe 2: 440 Euro
  • Pflegestufe 2 mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz: 525 Euro
  • Pflegestufe 3: 700 Euro

Abschalten vom Alltag

Neben dem finanziellen Aspekt kommt hinzu, dass Menschen, die einen Angehörigen pflegen, nach einer gewissen Zeit meist sehr unter den psychischen Belastungen leiden. Zum einen müssen sie rund um die Uhr die Verantwortung tragen, zum anderen dreht sich alles um den Pflegebedürftigen, sodass das eigene Leben und soziale Kontakte meist zu kurz kommen.

Die teilstationäre Pflege ist dann eine sinnvolle Möglichkeit, um einerseits Geld zu verdienen und andererseits etwas für den persönlichen seelischen Ausgleich zu unternehmen.

Tages- und Nachtpflege möglich

Unterscheiden muss man bei der teilstationären Pflege generell zwischen der Tages- und der Nachtpflege. In den meisten Fällen wird die Tagespflege in Anspruch genommen, da die pflegenden Angehörigen meist tagsüber arbeiten.

Da viele Einrichtungen für teilstationäre Pflege nicht den ganzen Tag, sondern meist von acht Uhr morgens bis zum späten Nachmittag geöffnet haben, müssen Sie unter Umständen eine Sondervereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber treffen, damit Sie rechtzeitig zu Hause sind. Ihr Angehöriger wird in dieser Zeit gut versorgt, erhält geregelte Mahlzeiten und ist unter Gleichaltrigen, sodass auch er soziale Kontakte knüpfen und pflegen kann.

Haben Sie einen Beruf, indem Sie Nachtschichten absolvieren müssen, ist die Nachtpflege durch eine teilstationäre Pflege eventuell die passende Lösung für Sie. Das pflegebedürftige Familienmitglied wird dabei abends abgeholt und morgens wieder nach Hause gebracht. Nachtpflege wird allerdings nicht so häufig angeboten wie Tagespflege.

Vorteile der teilstationären Pflege:

  • Sie können tagsüber oder nachts Geld für sich und Ihre Familie verdienen
  • Sie können in dieser Zeit abschalten und sich um Ihren eigenen Seelenfrieden kümmern
  • Das Familienmitglied wird in dieser Zeit gut betreut und versorgt

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.03.2014 aktualisiert.

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