OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Warum Alzheimer-Tests zur Früherkennung wichtig sind

Kostenlose Online-Pflegeschulungen nach § 45 SGB XI für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende. Jetzt Kurs besuchen

Bis heute gibt es kein Medikament, das eine Alzheimer-Erkrankung heilen kann. Dennoch bedeutet es für den Betroffenen einen großen Unterschied, ob man die Demenz-Erkrankung früh erkennt oder nicht. Warum spielen Alzheimer-Tests eine wichtige Rolle? Gibt es neue Untersuchungsmöglichkeiten?

Macht eine Früherkennung bei Alzheimer überhaupt Sinn?

Sobald ein Angehöriger erste Anzeichen einer Demenz zeigt, sollten Sie nicht zögern, ausführliche Untersuchungen durchführen zu lassen. Wenn die Merkfähigkeit nachlässt, alltägliche Dinge nicht wiedergefunden werden oder neue Informationen nicht behalten werden, kann dies auf eine beginnende Alzheimer-Krankheit hinweisen.

Oft kommen Stimmungsschwankungen dazu, Depressionen oder ungewöhnliche Reizbarkeit. Da Alzheimer bis heute nicht heilbar ist, macht es überhaupt Sinn, eine frühe Diagnose zu stellen? Wäre es nicht besser, den Betroffenen mit einer solchen Diagnose nicht zu belasten?

Eine rechtzeitige Diagnose bringt mehr Lebensqualität

Gerade zu Beginn einer Alzheimer-Krankheit merkt der Patient noch selbst, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Die Ungewissheit würde ihn mehr verunsichern, als wenn er wüsste, woran er leidet. Der andere entscheidende Grund für eine frühe Diagnose ist, dass die Medikamente, die die Symptome der Krankheit lindern, den Verlauf verlangsamen und damit mehr Lebensqualität bieten, nur in der frühen Phase der Alzheimer-Demenz helfen.

Forscher wie Professor Dr. Jens Wiltfang, Vorstandsmitglied im Kompetenznetz Demenzen, rechnen damit, dass es in etwa zehn bis fünfzehn Jahren Arzneimittel geben wird, die Alzheimer heilen können. Wenn man bis dahin den Verfall des Gehirns aufhalten kann, ist auch für die heutigen Patienten viel gewonnen. Die wenigen Patienten, die vor dem fünfzigsten Lebensjahr dement werden, sind meist genetisch vorbelastet. Hier wird auch den Familienangehörigen eine Untersuchung angeboten, wenn sie noch nicht erkrankt sind.

Neuer Alzheimer-Test kann schädliche Aß-Peptide feststellen

Mit einem neuen Bluttest kann man nachweisen, wenn ein Betroffener übermäßig viele krankhafte Ablagerungen im Gehirn hat. Dabei handelt es sich um Beta-Amyloidpeptide, auch Aß-Peptide genannt, die den Nervenzellen schaden. Bisher konnten diese Stoffwechselprodukte nur in einer unangenehmen Untersuchung der Flüssigkeit im Rückenmark und Gehirn festgestellt werden.

Wissenschaftler des Bundesministeriums für Bildung und Forschung um Professor Wiltfang konnten mithilfe des neuen Tests durch eine einfache Blutabnahme mehrere Untergruppen der Aß-Peptide unterscheiden. Zudem hilft der Test, eine Alzheimer-Krankheit von anderen Demenzformen abzugrenzen. Die Forscher wollen auch die Rolle der Aß-Peptide genauer untersuchen, um neue Medikamente entwickeln zu können.

Diffusion Tensor Imaging macht zerstörtes Nervengewebe sichtbar

Eine andere Methode der Früherkennung haben Dr. Harald Hampel von der Psychiatrischen Klinik und Dr. Stefan Schönberg von der Radiologischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München gefunden. Mit einer weiter entwickelten Technik der Kernspintomografie können die Ärzte schon die geringsten Veränderungen im Gehirn feststellen, die typisch für die Alzheimer-Krankheit sind.

In Schnittbildern des Gehirns können kaputte Nervenzellen leicht von gesunden unterschieden werden, da sich die Wassermoleküle in gesundem Gewebe anders bewegen. Die Untersuchungsmethode nennt sich Diffusion Tensor Imaging (DTI).

Außerdem konnten die Forscher beobachten, dass bei einer Alzheimer-Krankheit das Nervengewebe in dem Teil des Gehirns, das beide Hirnhälften miteinander verbindet, besonders schnell zerstört wird. Dieses Ergebnis untermauert, warum eine frühzeitige Therapie gerade bei Alzheimer entscheidend ist.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Alzheimer, Demenz Test

Kostenlose Pflegehilfsmittel

Nutzen Sie Ihren Anspruch auf kostenfreie Pflegehilfsmittel. Wir unterstützen Sie im gesamten Prozess. Schnell & unbürokratisch. Versandkostenfrei.
Jetzt informieren

Pflege-Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Schulungen für Pflegende

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Unabhängige Pflegeberatung

Unsere Experten beantworten Ihnen alle Fragen rund um das Thema Pflege und die Pflegeversicherung.
Zur Pflegeberatung

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.