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Warum ist ein ausgeglichener Natriumhaushalt wichtig?

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Natrium gehört zu den wichtigen Mineralien, die der Körper benötigt. Es kann nicht vom Körper selbst gebildet werden, sondern wird mit der Nahrung aufgenommen. In Fertigprodukten befindet sich eine größere Menge an Kochsalz, das überwiegend aus Natrium besteht. Auch Geschmacksverstärker enthalten einen Großteil Natrium. Hier finden Sie wichtige Informationen zum Natriumhaushalt Ihres Körpers und Tipps, wie viel notwendig ist.

Welche Aufgaben hat Natrium im Körper?

Natrium steht in einer Wechselwirkung mit dem Flüssigkeitshaushalt des menschlichen Körpers. Es trägt zum Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen bei. So wird die Leitfähigkeit der Nerven und die Muskelkontraktion unterstützt. Auch der Blutdruck wird über den Natriumhaushalt reguliert.

Natrium wird im Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden. Natrium ist osmotisch, das heißt vereinfacht, es zieht Wasser an. Kommt Natrium-Chlorid – Speisesalz in der Küche in die Nähe von Feuchtigkeit, zieht es das Wasser an und verklumpt. Dasselbe geschieht im Körper: Wurde zu viel Natrium aufgenommen, stellt sich Durstgefühl ein. Durch die Aufnahme von Flüssigkeit wird die erhöhte Konzentration von Natrium durch Verdünnung mit Wasser wieder gesenkt.

Wie viel Natrium benötigt der Körper?

Der weitaus größere Teil des Natriums im Körper befindet sich außerhalb der Zellen. Bei einer Blutentnahme beträgt die Spanne des Normwertes 135 bis 145 mmol / l. Ein menschlicher Körper von 70 kg enthält etwa 100 g Natrium.

Angaben zur täglichen Tagesdosis schwanken erheblich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt 550 mg täglich. Andere Empfehlungen liegen zwischen zwei und maximal acht Gramm pro Tag. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält eine tägliche Natriumaufnahme von bis zu 6 g für unbedenklich. Die individuelle Höchstdosis sollte 0,1 g pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten.

Natrium im Speisesalz

Speisesalz besteht überwiegend aus Natrium. Studien zeigen, dass gerade jüngere Menschen durchschnittlich täglich 12 g zu sich nehmen, fast das Doppelte der aktuellen Empfehlung. Besonders Fertiggerichte und Konserven enthalten hohe Mengen an Salz. Wurde es früher als Konservierungsmittel verwendet, entspricht ein hoher Salzgehalt in Speisen den heutigen Geschmacksvorstellungen.

Der Geschmackssinn gewöhnt sich sehr schnell an einen hohen Salzgehalt und fordert diesen ein. Die Nieren sind mit dieser hohen Menge an Natrium überfordert. Es kommt auf Dauer zu hohem Blutdruck, was Herzerkrankungen und Schlaganfälle verursachen kann.

Wie komm es zu Natriumüberschuss im Körper?

Werte über 145 mmol / l werden als Hypernatriämie bezeichnet. Ab 150 mmol / l treten erste Symptome auf, ab 160 mmol / l kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Symptome sind Ruhelosigkeit und erhöhte Erregbarkeit, Muskelzittern und -krämpfe, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma.

Der Natriumspiegel im Blut und der Flüssigkeitshaushalt des Körpers stehen in enger Wechselwirkung. Bei Wassermangel erhöht sich die Natriumkonzentration. Flüssigkeitsmangel kann ausgelöst werden durch erhöhten Verlust, beispielsweise bei starkem Schwitzen oder Durchfall. Auch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann eine Hypernatriämie verursachen. Gerade ältere Menschen sind gefährdet, an einer Exsikkose zu erkranken, die zu gefährlichen Elektrolytverschiebungen führt.

Wie entsteht Natriummangel im Körper?

Natriummangel entsteht ebenfalls durch Störungen im Wasserhaushalt. Wird zu viel Wasser aufgenommen oder zu wenig ausgeschieden, verdünnt sich der Natriumgehalt im Blut. Sinkt der Natriumgehalt im Blut sehr schnell unter 130 mmol / l, stellen sich Symptome ein. Ein langsames Absinken kann der Körper selbst regulieren.

Schnelles Absinken kann ausgelöst werden durch Wasseransammlungen im Gewebe, manche Medikamente, Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenerkrankungen. Auch eine Art von "Wasservergiftung" kann Natriummangel auslösen. Diese kann entstehen, wenn beispielsweise Marathonläufer bei starkem Durst Leitungswasser mit zu geringem Elektrolytgehalt trinken.

Bei akutem, schnell entstandenem Natriummangel bildet sich ein Hirnödem mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern bis hin zu epileptischen Anfällen. Bei langsamerer Entwicklung kommt es Müdigkeit, Verwirrtheit oder Antriebslosigkeit. Bei dauerhaftem Natriummangel entwickeln sich Störungen des Gangbildes und Aufmerksamkeitsdefizite. Stürze sind eine häufige Folge. Zudem kommt es zu Entmineralisierung und Abbau der Knochen. Osteoporose setzt ein. In Verbindung mit der erhöhten Sturzgefährdung steigt die Häufigkeit von Knochenbrüchen.

Wie sorgen Sie für einen ausgeglichenen Natriumhaushalt?

Wie bereits oben erläutert, hängt der Natriumhaushalt eng mit der aufgenommenen Flüssigkeit zusammen. Achten Sie darauf, dass sie ausreichend trinken. Bei bestimmten Herz- oder Nierenerkrankungen kann es sein, dass der behandelnde Arzt die tägliche Trinkmenge beschränkt. Diese muss eingehalten werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Achten Sie darauf, elektrolythaltige Getränke bei starkem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen oder Durchfall zu sich zu nehmen.

Wie bei allen anderen Elektrolyten gilt: Eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten liefert Mineralien in ausreichendem Maße. Reduzieren Sie Fertiggerichte und Konserven. Kochen Sie selbst mit viel Gemüse. Würzen Sie mit Kräutern an Stelle von Salz.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter:

Kategorien: Ernährung, Mangelernährung

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