Warum sind Pflegehilfsmittel so wichtig?

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Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, wird mit kostenlosen Pflegehilfsmitteln von der Pflegekasse unterstützt. Dabei handelt es sich um zum Verbrauch bestimmte Produkte, die Sie sich je nach Pflegesituation aussuchen können. Warum sind diese Pflegehilfsmittel so wichtig?

Hygiene ist bei der Pflege das oberste Gebot

Wenn das Immunsystem eines Pflegebedürftigen geschwächt ist, sind Vorsichtsmaßnahmen wie eine sorgfältige Hygiene unbedingt notwendig, um den Gesundheitszustand nicht noch mehr zu belasten. Da bei der Pflege der körperliche Kontakt eng ist, sollten Sie als Pflegeperson alles tun, um eine Übertragung von Erregern auf den Pflegebedürftigen zu vermeiden.

Desinfizieren Sie Ihre Hände!

Neben sauberer Kleidung gehören Desinfektionsmittel für die Hände zum hygienischen Umgang unbedingt dazu. Wenden Sie es regelmäßig vor dem Kontakt mit dem Pflegebedürftigen an, wenn Sie von draußen ins Haus kommen. Weiterhin sollten Sie es benutzen, wenn Sie mit Körperflüssigkeiten (z.B. Urin, Stuhlgang, Blut) Ihres Angehörigen in Kontakt gekommen sind. Nur so kann man verhindern, dass sich Erreger wie Bakterien, Pilze und Viren auf den Patienten übertragen. Keime, die für gesunde Menschen kein Problem darstellen, können für einen kranken Menschen ein zusätzliches Risiko darstellen.

So vermeiden Sie eine gegenseitige Ansteckung

Einmalhandschuhe sollten Sie benutzen, wenn Ihr Pflegebedürftiger eine ansteckende Krankheit oder Wunden hat. Die Handschuhe bestehen aus Vinyl und dienen als Schutz für Sie selbst, verhindern aber auch die Übertragung von Erregern auf den Patienten. Aus den gleichen Gründen sollten Sie einen Mundschutz aus Vlies oder Zellstoff tragen. So können Sie sich nicht so leicht gegenseitig anstecken, falls einer von Ihnen eine Atemwegserkrankung oder eine andere Infektion hat, die durch Tröpfchen übertragen wird. Schutzschürzen aus wasserfester Folie schützen Ihre Kleidung, falls sich der Pflegebedürftige erbrechen muss oder inkontinent ist. Bei der Reinigung des Betts bleiben Sie durch den Schutz sauber. Das spart zusätzliches Wäsche waschen.

Bett und Matratze schützen

Sinnvoll sind in jedem Fall saugfähige Betteinlagen, falls der Gang zur Toilette nicht mehr möglich ist oder wenn eine Inkontinenz besteht. So werden Bett und Matratze vor Urin oder Schweiß geschützt und Ihnen bleibt einige Arbeit erspart, da das Bett nicht ständig neu bezogen werden muss. Die Bettschutzeinlagen sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt und besitzen ein saugfähiges Vlies auf der Oberseite, auf der der Patient liegt. Darunter ist eine Schicht eingearbeitet, die keine Feuchtigkeit durchlässt, sodass die Matratze sauber und trocken bleibt.

Bei Infektionskrankheiten Flächen desinfizieren

Ein Desinfektionsmittel für Gegenstände ist vor allem dann notwendig, wenn der Pflegebedürftige eine Infektion hat. Flächen am Bett, Nachttisch, Lichtschalter, Türklinken, Waschbecken, Dusche und WC, vor allem auch Wasserhähne, sind am häufigsten mit Keimen bedeckt. Um eine Ansteckung anderer Familienmitglieder zu vermeiden, sollten Sie ein Desinfektionsmittel einsetzen, dass die meisten Erreger abtötet.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.09.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflegehilfsmittel

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