Was ändert sich durch das 1. Pflegeverstärkungsgesetz?

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Am 28. Mai 2014 wurde der Entwurf eines Gesetzes beschlossen, das die Pflegeleistungen ab 1. Januar 2015 verbessern soll. Was Sie von dem 1. Pflegeverstärkungsgesetz erwarten und mit welchen Leistungen Sie rechnen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der steigende Pflegebedarf soll gedeckt werden

Um Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und professionellen Pflegepersonen besser helfen zu können, sollen ab Anfang des nächsten Jahres die Pflegeleistungen deutlich erhöht werden. Das Bundeskabinett hat dazu das 1. Pflegeverstärkungsgesetz beschlossen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe möchte ebenfalls ermöglichen, dass zusätzliche Betreuungskräfte die Arbeit des Pflegepersonals unterstützen. Außerdem soll ein Pflegevorsorgefonds dafür sorgen, dass der steigende Bedarf an pflegebedürftigen Senioren auch in den nächsten Jahrzehnten gedeckt werden kann.

Mehr Entlastung für pflegende Angehörige

Insgesamt fünf Milliarden Euro sollen auf die einzelnen Bereiche der Pflege verteilt werden und die entsprechenden Leistungen verbessern. So profitieren die Entlastungsangebote für pflegende Angehörige davon, indem Kurzzeit-, Verhinderungs-, Tages- und Nachtpflege besser miteinander verknüpft werden können. Demenzkranke in Pflegestufe 0, die bisher keine Ansprüche hatten, sollen ab 2015 ebenfalls eine Tages, Nacht- und Kurzzeitpflege beantragen können.

Pflegende Angehörige erhalten in Zukunft mehr Unterstützung im Haushalt und bei anderen Alltagstätigkeiten durch ehrenamtliche Helfer oder Begleiter, die entsprechend geschult sind. Wer einen Demenzkranken zu Hause pflegt, erhält dafür zusätzlich 104 beziehungsweise 208 Euro pro Monat. Alle anderen Pflegebedürftigen bekommen 104 Euro extra. Diesen finanziellen Beitrag können Sie auch anstatt eines Pflegesachleistungsanteils wählen. Für Pflegehilfsmittel steigt der monatliche Betrag von 31 auf 40 Euro.

Lohnersatzleistungen und mehr Geld für Umbaumaßnahmen

Tritt in Ihrer Familie plötzlich eine Pflegesituation ein, bekommen Sie als berufstätiger Angehöriger für maximal zehn Tage eine Lohnersatzleistung, damit Sie die Pflege des Betroffenen organisieren können, ohne allzu große finanzielle Einbußen zu erleiden. Die Höhe dieser Leistung entspricht etwa der des Kinderkrankengelds, nämlich 70 Prozent des Bruttoeinkommens, und wird in einem gesonderten Gesetz bestimmt.

Müssen Sie Ihre Wohnung oder die des Pflegebedürftigen umbauen, damit zum Beispiel Türen breit genug für Rollstühle sind, die Toilette in einer bequemen Höhe angebracht ist und notwendige Haltegriffe im Bad installiert sind, können Sie ab nächstem Jahr mit einem Zuschuss von bis zu 4.000 Euro rechnen. Bisher sind es maximal 2557 Euro. Wer in einer Pflege-WG wohnt, kann bis zu 16.000 Euro erwarten.

Mehr personelle Unterstützung für Pflegeeinrichtungen

Auch in Pflegeheimen sollen deutlich mehr Betreuungspersonen das Pflegepersonal entlasten. Statt der aktuell 25.000 sollen 45.000 Kräfte helfen, den Pflegealltag in Heimen menschlicher zu gestalten. Gerade in Senioren- und Pflegeeinrichtungen fehlt es meist an Zeit für Zuwendung und Gespräche. Mit der geplanten finanziellen Unterstützung sollen diese Lücken zumindest reduziert werden.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.01.2015 aktualisiert.

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