Was ist zu tun, wenn der Pflegebedürftige gestorben ist?

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Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Sie sich von Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen verabschieden müssen. In dieser Phase ist man oft von Gefühlen überwältigt und weiß nicht so recht, welche Schritte nun zu unternehmen sind. Wir haben die wichtigsten Vorgänge für Sie zusammengestellt.

Abschied nehmen

Ist Ihr Angehöriger gerade erst verstorben, nehmen Sie sich die Zeit, sich in Ruhe zu verabschieden. Jeder tut dies auf seine Art und sollte sich nicht zwingen, ein Ritual zu vollziehen, mit dem er nicht nichts anfangen kann. Wenn Sie Ihrem Verstorbenen noch ein wenig nahe sein möchten, bleiben Sie bei ihm sitzen, sprechen Sie mit ihm, weinen oder schimpfen – alles ist erlaubt, was Ihnen Erleichterung verschafft. Gerade wenn die Pflegezeit schwierig war, sind Sie vielleicht froh, dass Sie Ihr Leben nun wieder für sich haben. Das muss Ihnen nicht peinlich sein. Akzeptieren Sie Ihre Gefühle, so wie sie kommen. Manche fühlen sich zunächst leer und können keine Trauer empfinden. Auch das ist eine Reaktion, die Sie einfach zulassen sollten.

Hausarzt und Verwandte benachrichtigen

Ist Ihr Angehöriger zu Hause gestorben, muss der behandelnde Arzt oder ein Notarzt benachrichtigt werden, damit dieser eine Todesbescheinigung ausstellen kann. Wichtige Angaben darin sind Todesursache und Todeszeitpunkt, da diese in der Sterbeurkunde dokumentiert werden müssen. Teilen Sie auch den engsten Verwandten und Freunden mit, dass der Pflegebedürftige verstorben ist. Vielleicht möchten einige auch bei den weiteren Formalitäten helfen. Arbeitgeber, Krankenkasse und Versicherungen müssen innerhalb von zwei Tagen benachrichtigt werden.

Wer bekommt eine Sterbeurkunde?

Die Sterbeurkunde bekommen Sie beim Standesamt, die Sie am nächsten Werktag nach dem Tod Ihres Angehörigen beantragen müssen. Sie brauchen mehrere Ausfertigungen der Urkunde, um diese den entsprechenden Ämtern, dem Arbeitgeber oder dem Kindergarten beziehungsweise der Schule vorzulegen. Die Krankenkasse, Rentenversicherung und Pensionskasse sowie Banken, Gerichte und andere Versicherungen benötigen eine besondere Form der Sterbeurkunde. Auf dem Standesamt wird man Ihnen dabei helfen, die richtigen Unterlagen zu beantragen.

Wichtige Formalitäten nach dem Tod

Falls Ihr Angehöriger Organspender ist, geben Sie dem Arzt oder dem Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt des Todes Bescheid, damit der Verstorbene rechtzeitig obduziert werden kann. War Ihr Angehöriger gegen eine Organspende, müssen Sie dies akzeptieren und dürfen den Körper nicht zu derartigen Zwecken freigeben. Am folgenden Tag müssen Sie sich um einen Bestatter kümmern. Falls der Verstorbene kein bestimmtes Unternehmen verfügt hat, vergleichen Sie zunächst die Angebote der Bestatter, die in Frage kommen. Vielleicht ist auch ein FriedWald in Ihrer Nähe interessant. Immer mehr Menschen ziehen diese natürliche Art der Bestattung vor. Treffen Sie diese Entscheidungen zusammen mit der Familie, wenn möglich.

Die Zeit vor der Bestattung individuell gestalten

Vor der Überführung darf der Verstorbene bis zu drei Tagen bei Ihnen zu Hause verweilen, mit einem speziellen Antrag beim Ordnungs- und Gesundheitsamt sogar bis zur Beerdigung. Das bietet sich an, wenn Sie und Ihre Familie noch ein wenig mehr Zeit zum persönlichen Abschiednehmen haben wollen. Sie könnten Ihren Angehörigen auch waschen und anziehen. Möchten Sie daraus eine kleine Zeremonie machen, schmücken Sie das Zimmer, zünden Sie Kerzen an oder was auch immer für Sie eine tröstliche Atmosphäre zaubert. Lassen Sie andere Familienmitglieder daran teilhaben, wenn sie mögen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Abschied nehmen

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