OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Was können Sie tun, wenn das Pflegegeld nicht ausreicht?

Kostenlose Online-Pflegeschulungen nach § 45 SGB XI für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende. Jetzt Kurs besuchen

Haben Sie sich dazu entschlossen, die Pflege von einem Angehörigen zu übernehmen, machen Sie dies wahrscheinlich aus gutem Willen heraus. Allerdings werden Sie relativ schnell feststellen, dass das Pflegegeld, das Sie für die Pflege erhalten, nicht zum Leben ausreicht. Da Sie aber wahrscheinlich maximal Teilzeit arbeiten können, um in der übrigen Zeit für den Pflegebedürftigen da zu sein, haben Sie nur ein begrenztes Budget zur Verfügung.

Pflegegeld abhängig von Pflegestufe

Je nach Pflegestufe, in die Ihr Verwandter eingestuft ist, steht Ihnen eine bestimmte Summe zu, über die Sie frei verfügen können. Liegt die Pflegestufe 1 vor, handelt es sich um 244 Euro monatlich(oder bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz 316 Euro), bei der Pflegestufe 2 stehen Ihnen 458 Euro zu (oder bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz 545 Euro) und bei Pflegestufe 3 sind es 728 Euro.

Keine Sperrfrist bei Arbeitslosengeld

Müssen Sie Ihren Job aufgeben, um zur Pflege zur Verfügung zu stehen, müssen Sie in der ersten Zeit von Ihrem Vermögen oder Erspartem leben. Ist dies nicht vorhanden, können Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen. Bei besonderen Gründen, wie die plötzliche Pflege eines Angehörigen, erhalten Sie keine Sperrzeit, sondern bekommen Arbeitslosengeld. Den Antrag stellen Sie beim örtlichen Jobcenter.

Sozialhilfe beim Sozialamt beantragen

Eventuell bekommen Sie aber auch Sozialhilfe. Um diese zu beantragen, gehen Sie zum Sozialamt in Ihrer Stadt und stellen einen entsprechenden Antrag. Dem Antrag müssen Sie Dokumente beilegen, aus denen hervor geht, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht. Auch Kontoauszüge der vergangenen Monate werden oft verlangt, um sicher zu gehen, dass kein Vermögen vorhanden ist, mit dem Sie einige Monate oder sogar Jahre überbrücken könnten.

Sind Sie sich unsicher, welche Leistungen Sie vom Staat beantragen können, können Sie sich beim Sozialverband Vdk oder bei den entsprechenden Ämtern beraten lassen. Wird Ihr Antrag bewilligt, haben Sie ausreichend Geld, um Ihren Alltag finanziell zu meistern. Das Pflegegeld, das Sie für die Pflege des Angehörigen erhalten, wird übrigens nicht auf die Sozialhilfe angerechnet, sondern Sie können über die volle Summe verfügen.

Hilfe zur Pflege bekommen

Hat Ihr Angehöriger nicht ausreichend Geld oder erfüllt er nicht die Bedingungen, damit die Pflegeversicherung Pflegegeld bezahlt, kann er die sogenannte Hilfe zur Pflege beantragen. Auch hier ist das Sozialamt der richtige Ansprechpartner.

Der Sachbearbeiter möchte im Allgemeinen den aktuellen Mietvertrag, Rentenbescheide, Kontoauszüge und weitere Dokumente sehen, die ein Vermögen des Pflegebedürftigen bezeugen könnten. Mit der Hilfe zur Pflege wird ermöglicht, dass der Betroffene sich die häusliche Pflege leisten kann. Auch Hilfsmittel wie ein teures Pflegebett werden damit finanziert.

Unterhaltspflichtige Kinder

Die Hilfe zur Pflege wird allerdings nur bewilligt, wenn unterhaltspflichtige Verwandte ersten Grades, also die Kinder, nicht über Vermögen besitzen oder ausreichend verdienen, um die Kosten übernehmen zu können. Allerdings muss das Einkommen dafür eine Grenze überschreiten. Angerechnet werden Krankenversicherung, andere Versicherungen, Altersvorsorge und weitere Posten, sodass nur das „bereinigte Nettoeinkommen“ zählt.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Pflegegeld

Kostenlose Pflegehilfsmittel

Nutzen Sie Ihren Anspruch auf kostenfreie Pflegehilfsmittel. Wir unterstützen Sie im gesamten Prozess. Schnell & unbürokratisch. Versandkostenfrei.
Jetzt informieren

Pflege-Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Schulungen für Pflegende

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Unabhängige Pflegeberatung

Unsere Experten beantworten Ihnen alle Fragen rund um das Thema Pflege und die Pflegeversicherung.
Zur Pflegeberatung

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.