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Was Sie gegen Schluckstörungen bei Ihrem Angehörigen tun können

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Schluckstörungen sind oft gekoppelt an neurologische Erkrankungen und können im Alter viele Ursachen haben. In diesem Artikel erfahren Sie, wodurch Schluckstörungen auftreten und was Sie bei einer Diagnose unternehmen können.

Schlucksystem im Alter nicht mehr so leistungsfähig

Schluckstörungen können im Alter häufiger auftreten, da das Schlucksystem nicht mehr so leistungsfähig ist. Da kommen Muskelschwächen, niedrige Speichelproduktion und fehlende Zähne zusammen. Durch eine zu niedrige Speichelproduktion kann der Patient die Speisen im Mund nicht mehr ausreichend ertasten und es kommt zu einer Fehleinschätzung der Nahrung in Sachen Größe und Konsistenz.

Manche Medikamente schwächen die Speichelproduktion zusätzlich und verstärken damit eventuelle Dehydrierungen durch mangelndes Trinken. Durch fehlenden Speichel im Mund kommt es zu einer Veränderung von Geruchs- und Geschmackssinn, was die Lust am Essen senken kann.

Das Gefühl im Mund wird durch schwache Muskeln schlechter und Lippen und Mundbewegungen sind nicht mehr gut kontrollierbar. Durch die, aus der Schluckstörung resultierende, Mangelernährung kommt es zum Muskelabbau, was dazu führt, dass das Essen noch schwerer fällt.

Bestimmte Krankheiten begünstigen Schluckstörungen

Wenn der Patient kaum noch Zähne oder gar keine Zähne mehr hat, kann er die Nahrung nicht mehr zerkleinern. An nicht gekauten Essensstücken kann ein älterer Mensch im schlimmsten Fall sogar ersticken. Nach einem Schlaganfall kann es zu Schluckstörungen kommen, wenn Muskeln im Gesicht gelähmt sind. Außerdem ist die Schluckstörung ein typisches Symptom von Demenzerkranken und Parkinsonpatienten.

Achten Sie auf Schluckstörungen

Durch Essensreste können Luftwege verstopft werden oder diese geraten in die Lunge. Ist dies der Fall, wird es höchstwahrscheinlich zu einer Lungenentzündung kommen. Ein gesunder Mensch hilft sich in solchen Fällen mit kräftigem Husten, um die Speisen aus der Luftröhre zu befördern. Durch die angesprochene Muskelschwäche kann das Husten unter Umständen aber nicht stark genug sein.

So erkennen Sie eine Schluckstörung

Wenn Sie bei Ihrem Angehörigen eine Schluckstörung vermuten, können Sie auf diese Symptome achten:

  • Gewichtsverlust
  • Lungenentzündung: Fieber, flache Atmung, Atemnot, blaue Lippen
  • Immunschwäche
  • Austrocknung: eingesunkene Augen, Verwirrtheit, Haut wie Papier
  • Langsames Schlucken
  • Verletzungen im Mund durch Fehlbisse
  • Husten und Räuspern nach dem Schlucken

Wo bekommen Sie Hilfe?

In Krankenhäusern und Seniorenheimen sind Logopäden dafür da, zu diagnostizieren, ob eine Schluckstörung vorliegt. Wenn dies der Fall ist, folgt darauf eine Schlucktherapie. Die Ernährung wird an die Störung angepasst und mit bestimmten Übungen trainiert. Ist das Kauen von Nahrung nicht mehr möglich, kann bestimmte Dysphagiekost, also passierte Nahrung, für den Patienten bestellt werden.

Sie sollten sich unbedingt Hilfe holen, wenn Sie eine Schluckstörung vermuten, da diese lebensgefährlich sein kann. Bei einer Störung des Schluckapparates kann es außerdem dazu kommen, dass wichtige Medikamente nicht mehr eingenommen werden können.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Schluckstörungen

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