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Was tun bei sexueller Enthemmung bei Demenzkranken?

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Im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz kann es unter Umständen zu einer sexuellen Enthemmung des demenziell veränderten Menschen kommen. Dabei zeigen die Betroffenen ein unangemessenes Sexualverhalten und onanieren zum Beispiel in der Öffentlichkeit. Für Sie als Angehörigen kann das sehr peinlich sein. Mithilfe dieser Hinweise können Sie das Problem lösen.

Zunächst andere Erkrankungen ausschließen

Bevor Sie an ein übermäßig gesteigertes Sexualverhalten denken, wenn sich Ihr demenzkranker Angehöriger ständig zwischen die Beine greift, sollten Sie vom Arzt abklären lassen, ob eine Blasenentzündung oder Pilzinfektion vorliegt. Durch Schmerzen oder Juckreiz kommt möglicherweise zu einer ähnlichen Handlung. Wenn sich der Demenzkranke nicht mehr verbal äußern kann, muss er seine Beschwerden durch Gesten verständlich machen.

So zeigt sich eine sexuelle Enthemmung bei Demenzkranken

Unangemessenes, gesteigertes Sexualverhalten kommt bei Demenzkranken häufiger vor, als man meint. Sie onanieren ungeniert in Ihrem Beisein, wenn Bekannte anwesend sind oder allgemein in der Öffentlichkeit. Sie ziehen sich aus, greifen der Pflegekraft an die Brust oder zwischen die Beine und wollen sogar sexuelle Handlungen erzwingen. Schuld daran sind entweder Schädigungen bestimmter Hirnbereiche oder auch Medikamente wie Antiparkinsonmittel. Die sexuelle Störung hat nichts mit den früheren Vorlieben des Patienten zu tun, als er noch gesund war!

Klären Sie alle Kontaktpersonen auf

Wenn der Pflegebedürftige sich beim Treffen mit Freunden oder Bekannten unangemessen verhält, seien Sie offen und erklären Sie ihnen, dass die sexuelle Enthemmung mit der Demenzerkrankung zusammenhängt. Da er seine Gefühle nicht steuern kann, sollte das Verhalten nicht moralisiert werden. Nehmen Sie immer einen Gegenstand mit, mit dem sich der Kranke beschäftigen kann, zum Beispiel eine Nesteldecke.

Wie Sie die sexuelle Enthemmung vermeiden können

Mithilfe einiger einfacher Maßnahmen können Sie versuchen, die Hypersexualität Ihres Angehörigen in den Griff zu bekommen:

  • Übertragen Sie die Pflege auf eine Person, die Ihr Angehöriger nicht attraktiv findet.
  • Pflegen Sie ihn selbst, treten Sie entschlossen auf und lenken Sie ihn gegebenenfalls mit einem Spielzeug ab.
  • Suchen Sie für Ihren Angehörigen Kleidung aus, die er selbst schwer ausziehen kann.
  • Loben Sie erwünschtes Verhalten und ignorieren Sie unerwünschtes.
  • Kommt Ihr Angehöriger in eine Pflegeeinrichtung, machen Sie auf sein Verhalten aufmerksam, sodass sich das Pflegepersonal darauf einstellen kann.

Wenn diese Maßnahmen keine ausreichende Wirkung zeigen, kann der Arzt Medikamente verordnen, die den übermäßigen Sexualdrang reduzieren. Es gibt mehrere Arzneimittelgruppen, die eingesetzt werden. Die Wahl des Medikaments hängt von den persönlichen Umständen des Patienten ab.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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