Was tun bei unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten?

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Ältere und pflegebedürftige Menschen müssen oft mehrere Medikamente einnehmen, da mit dem Alter auch das Risiko für Erkrankungen steigt. Für fast alle Beschwerden gibt es ein Mittel, doch diese haben nicht nur Nebenwirkungen, sondern beeinflussen sich auch gegenseitig.

Je mehr Medikamente, desto mehr Wechselwirkungen?

Wechselwirkungen treten nicht nur durch die gleichzeitige Einnahme von zwei oder mehreren Medikamenten auf. Auch Nahrungsmittel müssen berücksichtigt werden, denn einige können den Effekt eines Arzneimittels verstärken oder abschwächen. Wenn Sie oder Ihr Angehöriger unter mehreren Krankheiten leiden, bleibt Ihnen jedoch oft gar nichts Anderes übrig, als Ihre Beschwerden mit verschiedenen Medikamenten zu lindern. Oft haben diese auch unerträgliche Nebenwirkungen. Wenn sich die Medikamente nicht gegen besser verträgliche austauschen lassen, gibt der Arzt ein weiteres Mittel, um die Nebenwirkung zu bekämpfen. Ein Kreislauf ohne Ende, der sich nicht immer unterbrechen lässt.

Welche Medikamente sind notwendig?

Vielen Patienten werden jedoch Medikamente verschrieben, die sie nicht unbedingt brauchen. In der Hektik des Alltags werden dann Mittel gegen Beschwerden verordnet, die sich möglicherweise vermeiden ließen, indem man eine der Arzneien weglässt. Ob dies der Fall ist, lässt sich nur vom Hausarzt überprüfen, der eine Übersicht über die gesamte Medikation haben muss. Lassen Sie regelmäßig nachschauen, ob Sie wirklich noch alle Medikamente benötigen. Nicht alle müssen lebenslänglich genommen werden und einige Substanzen sind für ältere Menschen über 65 Jahre nicht empfehlenswert.

Arzneimittel nicht selbst absetzen!

Auch chronische Krankheiten können nach einer Weile wieder verschwinden, daher ist es wichtig, den Gesundheitszustand mindestens jedes Quartal kontrollieren zu lassen. Beobachten Sie zudem selbst, was sich bei Ihnen oder Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen verändert, sodass eine Reduktion eines Medikaments angebracht sein könnte. Setzen auf keinen Fall selbst ein Arzneimittel ab, ohne Rücksprache mit dem Arzt zu halten! Durch plötzliches Unterbrechen der Medikation kann der Körper heftig reagieren und in eine Krise geraten, die Sie nicht steuern können.

Überprüfen Sie die Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln!

Fragen Sie Ihren Arzt bei der nächsten Untersuchung, ob es sinnvoll ist, ein Medikament geringer zu dosieren oder wegzulassen, wenn sich Ihre Beschwerden gebessert haben. Manche Symptome verschwinden jedoch, weil Sie das Medikament regelmäßig einnehmen und würden wieder auftreten, wenn sie es wegließen. Der Arzt erklärt Ihnen, wann und warum odies der Fall ist. Was Sie selbst überprüfen können, sind die Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln. Oft steht im Beipackzettel, worauf Sie achten müssen. Außerdem können Sie online checken, welche Nahrungsmittel Sie meiden sollten. Nehmen Sie diese Hinweise ernst, gerade wenn Sie mehrere Medikamente nehmen müssen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.02.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Medikamentengabe

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