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Was tun gegen Autostimulation bei demenzkranken Menschen?

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Je eingeschränkter demente Patienten in ihren Aktivitäten sind, desto unruhiger werden viele. Sie fangen an, sich mit scheinbar sinnlosen Dingen zu beschäftigen, um sich selbst zu stimulieren. Wie können Sie bei Autostimulation einen Ausgleich schaffen, um Ihren pflegebedürftigen Angehörigen auf angenehme Weise zu unterhalten?

Den unruhigen Patienten ablenken

Sobald Ihr dementer Angehöriger in ein Stadium kommt, in dem er nur noch bettlägerig ist, erfüllt ihn eine quälende Unruhe. Er beginnt, an der Bettwäsche zu zerren, an der Tapete zu kratzen, sich die Haare auszureißen oder sogar seine Ausscheidungen zu verschmieren. Für Sie als pflegende Person ist dies natürlich ziemlich unangenehm und verursacht noch mehr Arbeit, als Sie ohnehin schon haben. Allerdings können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie den Patienten mit kleinen Erlebnissen ablenken.

Fehlende Reize ersetzen und positive Erlebnisse schaffen

Da die Welt eines Demenzkranken immer kleiner und enger wird, erfährt er kaum noch positive Sinnesreize. Also stimuliert er sich selbst, indem er mit den Händen aktiv wird, jedoch ohne ein sinnvolles Ziel zu erreichen. Ersetzen Sie die fehlenden Reize, indem Sie bei der Versorgung besonders auf Dinge zurückgreifen, die Ihr Angehöriger immer gern mochte. Verwenden Sie seine Lieblingsseife oder Waschgel und nehmen Sie eine angenehm duftende Körperlotion zum Eincremen. Auch das Parfum oder Aftershave, das ihm/ihr am besten gefiel, dürfte schöne Erinnerungen wecken.

Licht, Farben und Klänge zum Besänftigen von Autostimulation

Gestalten Sie das Pflegezimmer lebhafter, indem Sie mit Licht, Farben und Musik arbeiten. Stellen Sie mehrere kleine Lampen auf, die eine gemütliche Atmosphäre zaubern. Duftlampen lassen ebenfalls ein wohliges Gefühl auch für Sie als Pflegenden aufkommen. Stellen Sie Bilder von Familienmitgliedern auf dem Nachttisch auf. Hängen Sie ein farbenfrohes Mobilé über das Bett, damit der Patient etwas zu beobachten hat. Stellen Sie einen CD-Player auf, mit dem Sie öfter die Lieblingsmusik abspielen können.

Einziges Kommunikationsmittel: Berührungen

Auch Berührungen sind für bettlägerige Demenzkranke äußerst wichtig. Gerade weil sie selbst nicht mehr die Möglichkeit haben, jemanden zu berühren und kein Gespräch mehr führen können, brauchen sie besonders viele Streicheleinheiten. Sie sind die einzige Art, mit dem Patienten zu kommunizieren. Nehmen Sie Ihren Angehörigen also öfter in den Arm, halten Sie seine Hand, während Sie ihm etwas erzählen und gönnen Sie ihm öfter eine kleine Hand- oder Fußmassage.

Gemeinsame Erlebnisse als Chance sehen

Wichtig für das Wohlbefinden des Patienten sind auch Speisen und Getränke. Wählen Sie seine Lieblingsessen und -getränke aus, sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht. Kann Ihr Angehöriger noch das Bett verlassen, fahren Sie ihn im Rollstuhl spazieren, so oft es Ihnen möglich ist.

Nutzen Sie die Bewegung an der frischen Luft auch für sich selbst bewusst und sehen Sie sie nicht als lästige Pflicht an. Wenn Sie Ihren Angehörigen rund um die Uhr pflegen, bleibt ohnehin wenig Zeit für Sie selbst, daher ist es wichtig, in jedem Pflegeakt eine Chance zu sehen, etwas gemeinsam zu erleben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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