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Was tun gegen Verdauungsstörungen bei Parkinson-Patienten?

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Wenn zur verminderten Geschmacksempfindung und Übelkeit auch noch Verdauungsstörungen mit Blähungen, Bauchschmerzen und Verstopfung kommt, macht das Essen keinen Spaß mehr. Viele Parkinson-Betroffene nehmen ab, weil sie nicht genug Nahrung zu sich nehmen, zumal sie auch noch durch Schluckstörungen behindert werden. Was können Sie tun, um den Magen-Darm-Trakt Ihres Angehörigen zu normalisieren?

So behandeln Sie Übelkeit, Bauchschmerzen und Blähungen

Übelkeit belastet auch Patienten, die noch keine Parkinsonmedikamente mit L-Dopa nehmen müssen. Nimmt diese überhand, sollten Sie den Arzt um ein Medikament bitten, das die Übelkeit reduziert beziehungsweise beseitigt, zum Beispiel Domperidon. Es ist gut verträglich und ruft keine unruhigen Beine hervor wie etwa Metoclopramid.

Bei Bauchschmerzen können Sie es mit Iberogast Tropfen versuchen, die selbst bei starken Beschwerden wirken. Dies ist ein pflanzliches Mittel, das den Magen-Darm-Trakt harmonisiert, ohne dass Nebenwirkungen zu erwarten sind. Damit behandeln Sie gleichzeitig auch die Blähungen.

Sollten diese dennoch hartnäckig sein und belasten, geben Sie Ihrem Angehörigen Lefax als Suspension. Vermeiden Sie Kautabletten, da sie beim Kauen zunächst in kleine Bröckchen zerteilt werden und beim Schlucken leicht einen Hustenreiz auslösen könnten.

Lebensmittel gegen Darmträgheit bei Parkinson

Bereits zu Beginn einer Parkinson-Erkrankung kommt es bei vielen Betroffenen zur Darmträgheit und damit zur Verstopfung. Hier können Sie versuchen, mit entsprechenden Lebensmitteln gegenzusteuern. Bieten Sie Ihrem Angehörigen mehrmals täglich rohes Obst und Gemüse an. Wenn er dies nicht schlucken kann, machen Sie einen Brei oder einen angedickten Saft daraus. Vollkornprodukte helfen ebenfalls bei der Verdauung. Auch diese sollten Sie so anbieten, dass sie ohne Probleme geschluckt werden können. Müsli können Sie pürieren und gut einweichen, Reis und Nudeln können ebenfalls zu einem Brei verarbeitet werden.

Milchzucker und säurehaltige Produkte helfen gegen Verstopfung

Ist die Verstopfung hartnäckig, mischen Sie jeweils nach Gebrauchsanweisung Milchzucker unter die Speisen. Er wirkt leicht abführend. Auch gesäuerte Nahrungsmittel haben den gleichen Effekt, zum Beispiel Sauermilchprodukte, Sauerkraut, Trauben- und Apfelsaft, Zitronensaft, Essig, Kaffee mit und ohne Koffein und kalte sowie lauwarme Getränke auf leeren Magen.

Parkinsonpatienten müssen ohnehin immer wieder aufgefordert werden, etwas zu trinken, da sie durch die Schluckstörungen lieber darauf verzichten. Geben Sie Ihrem Angehörigen einen Strohhalm zum Trinken, so verschluckt er sich nicht so leicht, weil nur kleine Portionen Flüssigkeit in den Mund gelangen. Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, sollten Sie nicht zögern, den Arzt aufzusuchen, damit Ihr Angehöriger nicht unnötig lange leidet und an Gewicht verliert.

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