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Was tun, wenn der Demenzkranke bösartig ist?

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Wenn jemand an Demenz erkrankt, kommt es häufig vor, dass sich persönliche Eigenschaften verstärken. Wer schon immer ein schwieriger Mensch war, wird während der Erkrankung noch unausstehlicher. Dies macht die Pflege zu einem Horrortrip, der bald die Grenzen der Belastbarkeit sprengt. Wie können Sie dieses Problem lösen?

Schwierige Situation: vom Demenzkranken beschimpft und belogen

Ein Demenzkranker, dessen geistige Fähigkeiten immer mehr eingeschränkt werden, zeigt oft Gemütsschwankungen, die für Sie als pflegender Angehöriger eine zusätzliche Herausforderung bedeuten. Hat er zudem schon vor der Erkrankung einen schwierigen Charakter gehabt, treten die entsprechenden Merkmale immer deutlicher in den Vordergrund. So kann es vorkommen, dass Sie von ihm beschimpft, belogen und hintergangen werden, wo es nur geht. Typisch ist auch, wenn er Sie hinter Ihrem Rücken schlecht macht und behauptet, dass Sie sich nicht um ihn kümmern oder ihn sogar misshandeln.

Klären Sie Missverständnisse auf

Sich gegen solche Behauptungen zu wehren, ist nicht einfach, zumal der Demenzkranke anfangs ja durchaus klare Momente hat, in denen er für andere glaubwürdig erscheint. Wer Sie nicht sehr gut kennt, wird solche Aussagen eventuell ernst nehmen, sodass ein schlechtes Licht auf Sie fallen kann. Erklären Sie den Menschen, mit denen Sie zu tun haben, warum sich ihr Angehöriger so verhält und so überzeugend wirkt. Bitten Sie die Leute, sich bei Unklarheiten an Sie zu wenden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Lehnen Sie die Pflege ab, wenn Sie nicht mehr können!

Funktioniert dies nicht, wird Ihr Angehöriger immer misstrauischer oder verdächtigt man Sie, den Kranken nicht gut zu versorgen, sollten Sie eine weitere Betreuung und Pflege ablehnen, denn die Situation wird sich nicht bessern. Ist die Demenz so weit fortgeschritten, dass der Betroffene nicht mehr geschäftsfähig ist, können Sie oder der sozialpsychiatrische Dienst eine Betreuung anregen. Dafür sollten Sie sich keinesfalls zur Verfügung stellen, wenn Ihr Angehöriger Sie nicht ohnehin ablehnt. Überlassen Sie diese Aufgabe jemand anderem und besprechen Sie mit dem Betreuer, welche Pflegeform in Zukunft für den Patienten in Frage kommt.

Lassen Sie sich nicht länger durch Boshaftigkeiten quälen

Auch wenn der Demenzkranke ein naher Verwandter ist, sind Sie nicht verpflichtet, ihn zu pflegen, wenn dies nur Quälerei für Sie bedeutet. Ist die Situation nicht vernünftig zu handhaben und Ihre Gesundheit dabei gefährdet, müssen Sie in diesem Fall an sich denken. Dem Pflegebedürftigen würde es nicht helfen, wenn Sie krank würden und sich gar nicht mehr um ihn kümmern könnten. Überlassen Sie die Pflege dem fachkundigen Personal eines Pflegeheims oder einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Fachkräfte nehmen sich die Boshaftigkeiten nicht so leicht zu Herzen, weil sie nicht mit dem Patienten verwandt sind.

Besuche beim Demenzkranken notfalls abbrechen

Wollen Sie Ihren Angehörigen dennoch ab und zu besuchen, betrachten Sie boshafte Bemerkungen immer als Teil seiner Krankheit. Treten Sie innerlich einen Schritt zurück und lassen Sie Attacken nicht an sich herankommen. Artet der Besuch in ein Chaos aus, gehen Sie rechtzeitig, um sich nicht unnötig aufzuregen. Denken Sie immer daran, dass Sie keine Schuld an der Situation haben, auch wenn Ihr Angehöriger dies möglicherweise behauptet!

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.03.2014 aktualisiert.


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