OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wege der Kommunikation – Validation nach Naomi Feil

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Naomi Feil (*1932) entwickelte erstmals die Validationsmethode in der Arbeit mit alten und verwirrten Menschen. Pflegenden soll mit dieser Methode der Umgang mit demenziell veränderten Menschen erleichtert werden. Das Verfahren ermöglicht einen kommunikativen Weg zur Innenwelt der dementen Menschen, deren Sprache bereits eingeschränkt ist.

Unterschiede in der Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Gesunden und Demenzkranken wird im weiteren Verlauf erheblich erschwert. Das liegt natürlich zunächst an den unterschiedlichen Lebenswelten, in denen die Kommunikationspartner leben; der Erkrankte in der Vergangenheit, der Gesunde in der Gegenwart. Allerdings kommt noch hinzu, dass Menschen mit Demenz im weiteren Verlauf der Erkrankung früher oder später ihre sprachlichen Fähigkeiten verlieren.

Die Validation zeigt einen Weg der Kommunikation

Naomi Feil zeigt mit ihrer Methode der Validation einen Weg auf, wie Sie als Pflegende auch mit Demenzkranken kommunizieren können, die kaum noch sprechen. Dabei bezieht sie auch unerledigte Konflikte aus der Vergangenheit des Erkrankten mit ein, die ihn möglicherweise immer noch beschäftigen.
Mit Hilfe der Validation sollen Stimmungen und Bedürfnisse des Erkrankten gedeutet werden. Der Validierende nimmt die Gefühlslage des Erkrankten auf und spiegelt diese wieder. Er signalisiert, dass er den Erkrankten verstanden hat, was diesem Erleichterung und Trost spenden kann.

Kriterien der Validation nach Naomi Feil

Die 10 Grundsätze der Validation nach Naomi Feil:

  1. Alle Menschen sind einzigartig und müssen als Individuen behandelt werden.
  2. Alle Menschen sind wertvoll, ganz gleichgültig, in welchem Ausmaß sie verwirrt sind.
  3. Es gibt einen Grund für das Verhalten von verwirrten, sehr alten Menschen.
  4. Verhalten im sehr hohen Alter ist nicht nur eine Folge anatomischer Veränderungen des Gehirns, sondern das Ergebnis einer Kombination von körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen, die im Laufe eines Lebens stattgefunden haben.
  5. Zu jedem Lebensabschnitt gehören bestimmte Aufgaben. Wenn man diese Aufgaben nicht im jeweiligen Lebensabschnitt schafft, kann das zu psychischen Problemen führen.
  6. Wenn das Kurzzeitgedächtnis nachlässt, versuchen ältere Erwachsene, ihr Leben wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, indem sie auf frühere Erinnerungen zurückgreifen. Wenn die Sehstärke nachlässt, sehen sie mit dem inneren Auge. Wenn ihr Gehör nachlässt, hören sie Klänge aus der Vergangenheit.
  7. Schmerzliche Gefühle, die ausgedrückt, anerkannt und von einer vertrauten Pflegeperson validiert werden, werden schwächer. Schmerzliche Gefühle, die man ignoriert und unterdrückt, werden immer stärker.
  8. Einfühlung/Mitgefühl führt zu Vertrauen, verringert Angstzustände und stellt die Würde wieder her.
  9. Menschen verändern ihr Verhalten nur wenn sie es wollen. Deswegen kann man sie auch nicht zu einer Verhaltensänderung zwingen.
  10. Menschen muss man akzeptieren und sie sollten nicht beurteilt werden.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

Bewerten Sie diesen Artikel

Wege der Kommunikation – Validation nach Naomi Feil
5 Sternen.


Demenz

Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Umgang mit Demenzerkrankten

Der Umgang mit Demenzerkrankten ist nicht immer leicht. Besonders in späteren Krankheitsstadien wirkt das Verhalten der Demenzerkrankten oft befremdlich, sodass von den Angehörigen viel Verständnis und Geduld gefordert ist.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.