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Welche Bedeutung hat die nichtmedikamentöse Therapie bei Demenz?

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Medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie werden bei Demenz ergänzend eingesetzt. Nicht alle Medikamente können bei jedem Betroffenen eingesetzt werden. Genauso müssen auch nichtmedikamentöse Verfahren zum Stadium und Zustand des Erkrankten passen. Lernen Sie hier unterschiedliche Verfahren und deren Einsatzbereiche kennen.

Medikamente können in unterschiedlicher Weise eingesetzt werden. Der Behandlungserfolg ist hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Erkrankte sprechen sehr unterschiedlich auf Medikamente an, Nebenwirkungen müssen stets gegen den erreichten Therapieeffekt abgewogen werden. Drei Gruppen von Medikamenten finden in der Demenzbehandlung Anwendung: Antidementiva, Antidepressiva und Neuroleptika.

Nichtmedikamentöse Therapien für einen abwechslungsreichen Alltag

Auch nichtmedikamentöse Therapien sind nicht frei von Nebenwirkungen. Sie müssen individuell eingesetzt werden und sowohl zum Stadium der Erkrankung als auch zum Zustand des Betroffenen passen. Wichtig ist, dass die Angebote dem Betroffenen und Ihnen selbst Spaß machen und für ein positives Lebensgefühl sorgen.

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Angehöriger auf Ihr Angebot positiv reagiert, können Sie es ausbauen und an individuelle Gegebenheiten anpassen.

Die wichtigste Grundregel ist, dass angebotene Aktivitäten dem Zustand und der Leistungsfähigkeit des Betroffenen entsprechen. Überforderung kann Frustration und damit Verärgerung und Verweigerung bei Ihrem Angehörigen verursachen. Genauso kann Unterforderung Langeweile und Teilnahmslosigkeit hervorrufen.

Bei den verschiedenen Therapieformen lassen sich zwei Ansätze unterscheiden: der emotionsorientierte Ansatz und Ansätze zu Beruhigung und Aktivierung. Der emotionsorientierte Ansatz hat das Ziel, dem Erkrankten Wertschätzung seiner Person und Erlebniswelt entgegenzubringen.

Ansätze zur Aktivierung und Beruhigung können Änderung im Verhalten, Erleben, Kommunikation und Interaktion mit ihrer Umwelt bewirken. Auch lassen sich die Alltagskompetenzen und insgesamt die Lebensqualität von Betroffenen und deren Angehörigen verbessern.

Kognitives Training…

… oder auch Gehirnjogging wurde zur Steigerung der Gedächtnisleistung entwickelt. Es eignet sich vor allem für Menschen ohne Symptome einer Demenzerkrankung. Lediglich Betroffene im sehr frühen Stadium können von den trainierten Inhalten profitieren. Häufig verbessert sich das Wohlbefinden; Menschen mit einer Demenzdiagnose haben das Gefühl, etwas gegen die Erkrankung unternehmen zu können.

Es ist wichtig, dass keine Überforderung stattfindet. Das Training hat keine Auswirkung auf die Alltagsfähigkeiten. Auch hält der Trainingseffekt mit Fortschreiten der Erkrankung nicht an.

Realitätsorientierungstherapie – ROT

Dieses Verfahren hat das Ziel – wie der Name besagt – die räumliche und zeitliche Orientierung in allen Phasen der Erkrankung zu verbessern oder zu erhalten. Dabei helfen Uhren, Kalender, jahreszeitliche Dekorationen farbliche Markierungen oder Beschriftungen.

Musik- und Kunsttherapie

Diese Formen bieten Erkrankten die Möglichkeit, ihre Befindlichkeit, Stimmung oder Gefühle auch ohne Worte auszudrücken. Bei der Musiktherapie hat sowohl das Hören, als auch das Musizieren, einen positiven Effekt. Angenehme Klänge sorgen für Wohlbefinden. Altbekannte Lieder und Melodien rufen Erinnerungen hervor und animieren zum Mitsingen.

Ergotherapie

Die Ergotherapie (Beschäftigungstherapie) dient dazu, die Selbständigkeit im Alltagsleben so lange wie möglich zu erhalten. Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder Schreiben werden trainiert.

Selbsterhaltungstherapie – SET

Bei diesem Verfahren geht es darum, die persönliche Identität des Erkrankten so lange wie möglich zu erhalten. Menschen mit Demenz erfahren Förderung in den Bereichen, die sich nicht mit Verlusten und negativem Erleben auseinandersetzen. Es findet Biografiearbeit statt. Durchlebte Ereignisse, Fotos und Erinnerungsgegenstände spielen eine wichtige Rolle.

Milieutherapie

Diese Form ist ein ganzheitliches Verfahren mit dem Ziel, Wohn- und Lebensräume so zu gestalten, dass Erkrankte sich darin wohlfühlen. Dazu gehört zum Beispiel die Reduzierung der Sturzgefahr, die Erleichterung der Orientierung, das Gestalten eines für Erkrankte und Angehörige günstigen Tagesablaufes.

Tiergestützte Therapie

Eine Vielzahl an Studien und Projekten hat den positiven Effekt des Einsatzes von Tieren in der Begegnung mit Demenzerkrankten belegt. Tiere dienen als "Türöffner". Sie erleichtern den Zugang zu Erkrankten bis ins späte Stadium einer Demenz. Betroffene werden aufmerksam, wenn ein Tier in der Nähe ist.

Es entwickelt sich Empathie, die Kommunikation findet auf einer einfachen, nonverbalen Ebene statt. Häufig werden Erinnerungen an frühere Lebensphasen wachgerufen. Natürlich muss vorher abgeklärt werden, ob Erkrankte Angst vor bestimmten Tieren haben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.03.2014 aktualisiert.


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