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Welche Folgen hat Stress auf den menschlichen Organismus?

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Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland immer noch die häufigste Todesursache. Die Leistung und Belastung des Herzens ist hoch: täglich etwa 100 000 Schläge und eine Pumpleistung von 8000 Litern Blut. Wird es zusätzlichen Risikofaktoren ausgesetzt, kommt es zu Störungen und Fehlfunktionen. Lesen Sie hier, welche Auswirkungen Stress auf den ganzen Menschen hat.

Das Herz schlägt etwa 100 000 Mal am Tag und pumpt täglich über 8000 Liter Blut durch den Körper – an 365 Tagen in jedem Lebensjahr. Ein vorübergehendes Abschalten und Warten dieses Motors des menschlichen Körpers nicht möglich, dies würde den Tod eines Menschen bedeuten. So ist es nicht verwunderlich, dass es zu Störungen und Erkrankungen kommt, wenn zusätzliche Belastungen hinzukommen.

Häufige Ursache für Risikofaktoren – Stress

Risikofaktoren für die Herzgesundheit sind allgemein bekannt – Bewegungsmangel, Übergewicht, erhöhter Blutdruck und Cholesterinwerte, Diabetes. Stress wird meist nur als ein Punkt unter vielen genannt. Dabei sind Stress, Hektik, Zeitmangel und vermehrte Anspannung häufig Auslöser für weitere Risikofaktoren. Menschen in stressigen Lebenssituationen achten kaum auf eine ausgeglichene Lebensführung. Häufige Folgen sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung oder erhöhter Tabakkonsum. Daraus wiederum resultieren Übergewicht, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder erhöhte Blutfettwerte und Gefäßerkrankungen.

Vorbereitung des Körpers auf schnelle Reaktionen durch Adrenalin

In Stresssituationen wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Für unsere Vorfahren war es wichtig, den Körper auf „fight or flight“, Kampf oder Flucht, vorzubereiten. Bei der Mammutjagd war die Fähigkeit zu schnellen Reaktionen lebenswichtig. Adrenalin bewirkt den Anstieg des Blutdrucks und eine Engstellung der Blutgefäße. Das Herz schlägt schneller. Gleichzeitig vertieft sich die Atmung, Körper und Gehirn werden vermehrt mit Sauerstoff versorgt. Durch beschleunigten Fettabbau wird zusätzlich Energie zur Verfügung gestellt. Herz und Körper laufen auf Hochtour.

Stilllegung nicht benötigter oder störender Prozesse

Hinzu kommt die Inaktivierung nicht akut lebenswichtiger Prozesse, beispielsweise wird die Verdauung „stillgelegt“. Der Schließmuskel der Harnblase zieht sich zusammen. Es könnte einen Mammutjäger schließlich das Leben kosten, wenn er im Kampf ganz dringend zur Toilette muss. So sorgt Adrenalin dafür, dass in Stresssituationen ein hohes Maß an Energie zur Verfügung steht und nicht benötigte oder für den Moment störende Funktionen werden ausgeschaltet.

Aktivierungsfunktion durch gesunden Stress

So hat die Ausschüttung von Adrenalin als Reaktion auf Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit erfordern, einen durchaus positiven Effekt. Das, was früher für den Mammutjäger wichtig war, gilt heute in anderen Situationen. In der Versorgung eines schwerkranken Angehörigen ist bei akuten Veränderungen schnelle Einschätzung vonnöten. Dies wird ermöglicht durch diese körperliche Reaktion. Auch bei einer Verhandlung mit einem Amt hilft erhöhte Anspannung, aufmerksam zu reagieren.

Anspannung und Entspannung im ausgewogenen Verhältnis

Auf eine Stressreaktion muss anschließende, aktive Entspannung folgen. So können sich Körper und Geist entspannen und wieder in die Normalfunktion zurückfinden. Die normale körperliche Funktion wird aufrecht erhalten. Gleichzeitig will der Körper durch gesunde, ausgewogene Ernährung, Bewegung und angenehme Tätigkeiten oder Erlebnisse gepflegt werden.

Störungen durch fehlende Entspannung

Bleibt Entspannung aus, kommt es zu ernsten Störungen. Blutdruck und Puls bleiben erhöht, die Durchblutung verschlechtert sich durch die enggestellten Gefäße. Hinzu kommt typisches Ausweichverhalten wie vermeintliche Entspannung vor dem Fernseher. Es wird auf Fastfood ausgewichen, um die Zeit zum Kochen zu sparen.

Nervöse Menschen rauchen nicht aus Genuss, sondern aus innerer Unruhe heraus. Durch die kontinuierliche Mehrarbeit des Herzens kommt es zur Überlastung des Herzmuskels. Bleibt der Stress weiterhin bestehen, entstehen meist zunächst unbemerkte, ernsthafte Erkrankungen des Herzens. Bei einem vorgeschädigten Herzen können körperliche Stressreaktionen fatale Folgen bis hin zum Herzinfarkt haben.

Beugen Sie vor!

Dies ist eine Frage des gesamten Lebensstils. Die Ratschläge sind allgemein bekannt: gesunde, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Zeiten der Entspannung. Kontrollieren Sie selbst regelmäßig Puls und Blutdruck. Lassen Sie Ihre Blutwerte wie Blutzucker und -fette beim Arzt überprüfen. Leider kommt es zu dieser Umstellung des Lebensstils häufig erst, wenn bereits ein einschneidendes Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stattgefunden hat.

Lassen Sie es nicht soweit kommen! Sorgen Sie jetzt für Ihre Gesundheit! Gerade, wenn Sie Angehörige pflegen, benötigen Sie Ihre Kräfte dauerhaft. Es ist kein kurzer Sprint, sondern eher ein Marathonlauf, für den Sie Energie und Gesundheit erhalten müssen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.10.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Stressmanagement

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