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Welche Leistungen erhalten Sie bei Pflegestufe 1?

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Die Pflegebedürftigkeit einer Person wird durch ein Gutachten vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) in 3 Pflegestufen aufgeteilt, aber was genau besagen diese Pflegestufen eigentlich? Was es für Sie als pflegender Angehöriger bedeutet, Leistungen der Pflegestufe 1 zu erhalten, erfahren Sie hier.

Was ist die Pflegestufe 1?

Insgesamt gibt es 3 verschiedene Pflegestufen. Die Pflegestufe 1 bescheinigt eine „erhebliche Pflegebedürftigkeit“ und beginnt, wenn täglich mindestens 90 Minuten Hilfebedarf bestehen und davon mindestens 45 Minuten auf zwei Verrichtungen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) verwendet werden. Dies meint eigentlich nichts anderes, als dass Ihr Angehöriger z. B. morgens und abends Hilfe beim Anziehen und Waschen benötigt. Die Leistungen, die Sie in der Pflegestufe 1 erhalten, hängen davon ab, ob Sie Ihren Angehörigen selbst pflegen oder auch einen Pflegedienst in Anspruch nehmen.

Leistungen bei häuslicher Pflege in der Pflegestufe 1

Generell erhalten Sie in der Pflegestufe 1 Beträge für Pflegegeld und Sachleistungen. Letzteres beschreibt dabei aber nicht Geld für Sachen, die man erhält, sondern die Dienstleistungen professioneller Pflegedienste. Alternativ können Sie auch eine Kombination aus beidem erhalten, wenn Sie sich dazu entscheiden, neben der persönlichen Pflege auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies kann vor allem für Sie attraktiv sein, wenn Sie trotz Pflege weiterhin im Berufsleben stehen wollen. Generell bei häuslicher Pflege, die Sie zu 100% selbst erfüllen, hat der Pflegebedürftige Anspruch auf 244 Euro im Monat. Mit dem Pflegegeld gehen aber auch sogenannte „Qualitätsbesuche“ einher. Diese werden alle 6 Monate mit einem ambulanten Pflegedienst vereinbart. Dabei wird Ihre Pflege kontrolliert und bewertet. Wenn Defizite festgestellt werden, kann ein ambulanter Pflegedienst beauftragt oder stationäre Pflege verordnet werden. Wenn Sie sich generell damit wohler fühlen, die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen, stehen Ihnen Sachleistungen in Höhe von 468 Euro monatlich zur Verfügung. Dieser Betrag wird jedoch nicht mehr direkt an Sie ausgezahlt, sondern an den Pflegedienst. Alternativ haben Sie auch Anspruch auf sogenannte Kombinationsleistungen.

Kombinationsleistung bei Pflegestufe 1

Kombinationsleistung bedeutet einfach, dass Sie nicht einfach nur zu 100% den Betrag für Sachleistungen (468 Euro) oder Pflegegeld (244 Euro) erhalten, sondern eine Kombination aus beidem. Dies kann vor allem der Fall sein, wenn Sie berufstätig sind. Verbrauchen Sie z. B. nur 80% des Betrages für Sachleistungen, stehen Ihnen noch 20% des Betrages für Pflegegeld zu. In diesem Beispielfall würden Sie also 374,40 Euro an Sachleistungen und 48,80 Euro an Pflegegeld erhalten.

Teilstationäre Pflege in der Pflegestufe 1

Teilstationäre Pflege beschreibt die zeitweise Betreuung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen in einer Einrichtung. Manchmal reicht ein ambulanter Pflegedienst leider nicht aus, vor allem wenn Sie vollzeitbeschäftigt sind. Da bieten Ihnen Einrichtungen mit Tages- und Nachtpflege eine gute Alternative. Generell müssen Sie hier die Kosten für Unterkunft und Verpflegung selbst tragen, haben aber Anspruch auf 468 Euro monatlich.

Manchmal ist es jedoch auch der Fall, dass Sie Ihren Angehörigen selber pflegen möchten, aber eine vollstationäre Pflege notwendig wird. Diese wird in diesem Fall bei dieser Pflegestufe mit maximal 1.064 Euro vergütet.

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Kategorien: Pflegestufen

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Stehen mir 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel zu, wenn ich Kombinationsleistungen erhalte?

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