Welche Vorteile bietet eine private Pflegeversicherung?

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Eine Möglichkeit, der Angst vor Hilflosigkeit im Alter zu begegnen, ist eine freiwillig private Pflegeversicherung. Durch eine monatliche Einzahlung kann der Mittellosigkeit durch zu hohe Pflegekosten entgegenwirkt werden. Lesen Sie dir Vor- und Nachteile einer solchen Versicherung.

TeleskopFoto: © Hans | Pixabay.com

Immer mehr Menschen werden aufgrund des demographischen Wandels pflegebedürftig oder sind bereits einer Pflegestufe zugeordnet. Hierbei wird entsprechend der Pflegestufe mit einem gesetzlich festgelegten Maximalbetrag geholfen, die für die Pflege anfallenden Kosten zu puffern. Doch in vielen Fällen ist dieser Puffer nicht ausreichend. Vor allem dann nicht, wenn die monatlichen Kosten für ein Heimplatz die Zahlungen der Pflegeversicherung weit übersteigen.

So kann ein Heimplatz gut und gern mehr als 3000 Euro monatlich kosten. Die maximale Auszahlung liegt jedoch bei lediglich 1995 Euro. Da Kinder im Alter für ihre Eltern haften, kann es sein, dass diese den Heimplatz mitfinanzieren müssen. Zumeist wird aber zuerst auf das Ersparte der älteren Generation zurückgegriffen. Ist diese Möglichkeit erschöpft, hat man keine andere Wahl als selbst für die Pflege der Eltern aufzukommen.

Ziel der ergänzenden Pflegeversicherung

Da die Zahl der Pflegebedürftigen weiterhin steigen wird, hat die Bundesregierung eine geförderte ergänzende Pflegeversicherung ins Leben gerufen. Sie läuft auf der Basis einer Risikoversicherung. Die Summe kann also nicht bei vorzeitiger Kündigung ausbezahlt werden. Der monatliche Mindestbeitrag ist 10 Euro, ein höherer Betrag kann frei gewählt werden.

Die Bundesregierung ergänzt die Zahlung mit monatlich 5 Euro, unabhängig von der privat eingezahlten Summe. Dieses Geld wird angespart und später in Abhängigkeit der Pflegestufe zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung zur freien Verfügung gestellt.

So müssen dann laut Gesetz in der Pflegestufe III mindestens 600 Euro ausgezahlt werden. Das Geld wird ausgezahlt und steht zur freien Verfügung bereit. Ein jeder kann auf diese geförderte ergänzende Pflegeversicherung (oder auch Pflege-Bahr) zurückgreifen, muss jedoch nach Vertragsabschluss 5 Jahre einzahlen, bis Finanzmittel ausgezahlt werden können.

Anbieter für die Pflege-Bahr

Der Pflege-Bahr kann man bei privaten Krankenversicherungen abgeschlossen werden. Die Abschlussprovision ist staatlich gedeckelt und auch die entstehenden Verwaltungskosten werden übernommen. Des Weiteren muss sich der Versicherungsnehmer nicht um die staatlich festgelegte Zulage sorgen. Diese ist gesetzlich geregelt und wird vom Staat übernommen.

Allerdings sollte man sich mit offenen Augen die verschiedenen Angebote der Versicherungen anschauen. Man könnte annehmen, dass sie unter gleichen Bedingungen angeboten werden, doch stellt sich das Gegenteil heraus. So unterscheiden sich die zusätzlichen monatlichen Zahlungen erheblich und gehen weit über den gesetzlich festgelegten Betrag hinaus. Ein aufmerksames Vergleichen ist hierbei bares Geld wert.

Vorteile des Pflege-Bahr

Beim Versicherungsabschluss, werden keine Gesundheitsprüfungen notwendig. Ebenso fallen keine zusätzlichen Kosten an, Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge sind ausgeschlossen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich ein jeder versichern kann, auch diejenigen, die bereits diagnostizierte Krankheiten haben und bei anderen Versicherungen abgelehnt wurden, ist ein Anstieg der Beitragskosten nicht zu vermeiden.

Tipp: Man kann die neue Versicherung steuerlich geltend machen, da sie ein Teil der Vorsorgeaufwendung ist.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.12.2016 aktualisiert.

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