OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wenn Demenzkranke Medikamente nicht mehr schlucken können

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Treten im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz Schluckstörungen auf, können Medikamente nicht mehr eingenommen werden. Da viele Tabletten oder Kapseln nicht zerkleinert werden dürfen, muss das Arzneimittel in einer anderen Form gegeben werden. Wenn es keine flüssige Version gibt, besprechen Sie mit dem Arzt und dem Apotheker, wie Sie das Problem lösen können.

Arzneimittel als Schmelztablette oder Tropfen verabreichen

Kann der Demenzkranke ein Medikament in Tablettenform nicht mehr schlucken, muss eine andere Möglichkeit gefunden werden, den oder die Wirkstoffe zu verabreichen. Einige Arzneimittel sind als Schmelztablette erhältlich, zum Beispiel Yasnal gegen die Alzheimer-Krankheit. Diese muss dann nur dem Patienten auf die Zunge oder in die Backentasche gelegt werden, wo sie sich selbst auflöst und über die Mundschleimhaut wirkt.

Manche Arzneimittel sind in flüssiger Form erhältlich, wirken dann aber meist schneller als Tabletten, sodass die Dosis eventuell geändert werden muss. Dies kann nur der Arzt entscheiden! Wenn sich Ihr Angehöriger an Flüssigkeiten leicht verschluckt, mischen Sie die Tropfen unter ein angedicktes Getränk oder einen Brei.

Tabletten zerstoßen und auflösen oder mit Brei mischen

Einige Tabletten können zerstoßen werden, damit sie besser geschluckt werden können. Besprechen Sie dies mit Ihrem Apotheker oder der PTA. Beide wissen genau, welches Medikament zerkleinert werden darf, ohne dass es die vorgesehene Wirkung verliert. Wenn die Tabletten zerstoßen werden, sollten sie fein verrieben werden, damit kleine kantige Bröckchen keinen Hustenreiz auslösen. Am besten geben Sie auch diese vermischt mit einem Löffel Brei oder Pudding. Lassen Sie jeweils einige Schlucke Wasser nachtrinken. Wenn mehrere Medikamente verordnet sind, geben Sie sie in Abständen nacheinander, die teilweise auch in den Beipackzetteln beschrieben sind.

Retardtabletten und Kapseln dürfen nicht zerkleinert werden!

Einige feste Arzneimittelformen dürfen niemals zerkleinert werden, zum Beispiel Retardtabletten, Dragees und Kapseln. Sie haben alle eine Schutzschicht, damit der Wirkstoff den Magen nicht belastet und sich erst im Darm auflöst. Retardtabletten sollen erst nach und nach ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum freigeben. Geriete die gesamte Dosis einer Retardtablette auf einmal in den Blutkreislauf, käme es zu einer Überdosierung und heftigen gesundheitlichen Problemen! Auch Tabletten, die hinter dem Namen den Begriff „long“ oder „depot“ stehen haben, besitzen eine Langzeitwirkung.

Tabletten erst kurz vor der Einnahme zerkleinern

Schützen Sie zerkleinerte Tabletten vor Sonnenlicht und lagern Sie sie nicht länger. Am besten ist es, die Tabletten zu zerkleinern und anschließend direkt zu verabreichen. So besteht nicht die Gefahr, dass Wirkstoffe zerfallen und das Medikament unwirksam wird. Auch Tropfen sollten erst direkt vor Einnahme vorbereitet werden. Diese können sonst „verfliegen“ und wirkungslos werden.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter: , ,

Kategorien: Demenz

Bewerten Sie diesen Artikel

Wenn Demenzkranke Medikamente nicht mehr schlucken können
5 Sternen.


Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Demenz

Demenz

Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.