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Wenn pflegende Angehörige und Pflegebedürftige streiten

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Pflegende Angehörige stehen unter einem hohen Druck. Konflikte zwischen dem Pflegenden und dem Pflegebedürftigen sind dabei oft vorprogrammiert. Ein Streit mit dem Pflegebedürftigen belastet jedoch nur unnötig. So können Sie einen Streit wirksam vermeiden.

StreitgründeFoto: © Sethink | Pixabay.com

Konflikte können im Pflegefall schnell auftreten. Zurückgestellte Bedürfnisse sowie Überlastung und wenig Ausgleich führen zu Aggressionen seitens des pflegenden Angehörigen. Ein Streit mit dem Pflegebedürftigen ist dabei keine Seltenheit, aber nicht immer gerechtfertigt. Meist sind Ungerechtigkeit, Verzweiflung und ein zu großes Schuldgefühl die Auslöser für einen unnützen Streit. Curendo hilft Ihnen, Streit mit Ihrem pflegebedürftigen Familienmitglied zu vermeiden.

Streitursache: Frustrationen beim Pflegebedürftigen

Zu einem Streit gehören immer zwei Personen. Der häufigste Grund für einen Streit mit dem Pflegebedürftigen sind angestaute Aggressionen auf beiden Seiten. Der Pflegebedürftige ist frustriert wegen seiner verlorenen Unabhängigkeit, er ist vollkommen auf seinen Pfleger angewiesen. Dies belastet den Pflegebedürftigen, schließlich muss er seinen gewohnten Lebensstil aufgeben und sich auf die pflegende Person für seine grundlegenden Bedürfnisse verlassen. Zorn, Aggressionen und auch Gewalt sind dabei keine Seltenheit.

Streitursache: Aggressionen beim pflegenden Angehörigen

Sie als Pflegender müssen auf die Stimmungen des Pflegebedürftigen eingehen. Sie sollten die Wut verstehen und nachvollziehen können. Aber genau hier ist die Schnittstelle, an welcher der Streit mit dem Pflegebedürftigen seinen Lauf nimmt. Viele pflegende Angehörige sind selbst überfordert, auch bei ihnen stauen sich Aggressionen an, da sie sich durch den Pflegebedürftigen blockiert fühlen und unbegründete Schuldgefühle haben.

Zwei Parteien, gegenseitig aufeinander angewiesen, prallen so mit ihren Missstimmungen aufeinander. Es werden Dinge gesagt, die nicht so gemeint sind, manchmal kommt es vor, dass vor lauter Verzweiflung Gewalt angewendet wird. Der Streit mit dem Pflegebedürftigen kommt vor und ist auch völlig in Ordnung. Denn durch den Streit mit dem Pflegebedürftigen können beide Seiten die angestauten Aggressionen herauslassen. Dies ist immens wichtig für das zukünftige harmonische Miteinander.

Streit mit dem Pflegebedürftigen: Die Aufgabe des Pflegenden

Einem pflegenden Angehörigen kann die schwere Last der Pflege schnell zu viel werden. Ein Streit mit dem Pflegebedürftigen ist dabei alles andere als hilfreich. Dennoch sollten Sie sich als pflegender Angehöriger in die Position des Pflegebedürftigen hineinversetzen. Schnell werden Sie verstehen, dass sich die Wut des Pflegebedürftigen nicht gegen Sie richtet, sondern gegen seine Abhängigkeit, die von vielen Pflegebedürftigen als Erniedrigung aufgefasst wird.

Es ist daher die Aufgabe des Pflegenden auf den Hilfsbedürftigen zuzugehen und den Streit aus der Welt zu schaffen. Auch wenn es Ihnen schwer fallen mag, da der Pflegebedürftige Ihnen gegenüber ungerecht geworden ist: Springen Sie über Ihren Schatten und suchen Sie das Gespräch. Freundliche Worte bringen Klarheit und lassen den Streit mit dem Pflegebedürftigen schnell wieder vergessen.

Psychologische Hilfe von außen annehmen

Sollte auch ein Gespräch keine Versöhnung bringen, suchen Sie sich psychologische Hilfe. Vertrauen Sie sich Ihren Freunden an und reden Sie über Ihre Gefühle. Es bedeutet keineswegs, dass Sie gescheitert sind, wenn Sie sich fremde Hilfe von außen hinzuholen. Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen nach einem Streit wieder zu einer familiären Harmonie zurückfinden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2016 aktualisiert.

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