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Wer hat Anspruch auf eine Haushaltshilfe?

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In vielen Lebenslagen ist man mit der Bewältigung des ganz normalen Haushalts überfordert. Ob Schwangerschaft, Beinbruch, Burn-out oder Pflegefall: Eine Haushaltshilfe kann grundsätzlich jeder beantragen oder einstellen. Ob und wer die Leistung bezahlt, hängt von der individuellen Situation ab.

Wer übernimmt die Kosten für eine Haushaltshilfe?

Die Kosten für Haushaltshilfen werden von der Krankenkasse bezuschusst, wenn der Antragsteller so krank ist, dass er seinen Haushalt nicht mehr allein führen kann. Dabei kann es sich um eine vorübergehende Hilfe handeln wie bei einer akuten Krankheit oder bei einer problematischen Schwangerschaft, aber auch um eine dauerhafte Unterstützung wie bei Pflegefällen. Bei einer vorübergehenden Erkrankung müssen Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden, um eine Erstattung zu erhalten. Hatten Sie einen Unfall, ist der gesetzliche Träger der Unfallversicherung bzw. die Berufsgenossenschaft nach einem Arbeitsunfall zuständig. Die Kosten werden allerdings nur übernommen, wenn keine weitere gesunde Person mit dem Betroffenen zusammen lebt, die den Haushalt übernehmen könnte.

Eine private Versicherung ergänzt die gesetzlichen Leistungen

Um sicher zu gehen, dass Sie im Zweifelsfall gut und ohne finanzielle Probleme versorgt werden, sollten Sie sich um eine private Kranken-, Unfall- oder Pflegeversicherung Gedanken machen. Diese ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen. Sollten Sie bereits Zahlungen für eine Haushalthilfe aus einer gesetzlichen Versicherung erhalten, die Ihre Kosten nicht komplett abdecken, ergänzt eine private Versicherung Ihre Ausgaben zum größten Teil, wenn das in Ihrem Tarif so vereinbart ist. Achten Sie beim Abschluss einer privaten Versicherung darauf, dass solche Leistungen enthalten sind.

Wo müssen Sie eine Haushaltshilfe beantragen?

Wie viel Unterstützung Sie von einer Haushaltshilfe bezahlt bekommen, legt der behandelnde Arzt fest. Er muss begründen, warum Sie in welchem Umfang Hilfe brauchen. Diese Bescheinigung reichen Sie bei Ihrer Kasse ein. Ihre Zuzahlung bei einer gesetzlichen Krankenkasse beträgt aktuell zehn Prozent der Kosten, jedoch mindestens fünf und maximal zehn Euro. Bei chronischen Erkrankungen kann die Zuzahlung entfallen, wenn diese über einem Prozent Ihres Bruttofamilieneinkommens liegt. Pflegen Sie einen Angehörigen daheim, wenden Sie sich an die Pflegekasse und die private Pflegeversicherung, um eine Haushaltshilfe zu beantragen.

Wo finden Sie eine Haushaltshilfe?

Sie können Ihre Haushaltshilfe selbst oder durch eine soziale Organisation organisieren lassen. Der Vorteil einer Haushaltshilfe, die bei einem gemeinnützigen Verein o.ä. arbeiten, ist, dass diese direkt mit der Krankenkasse abrechnen. Ein Nachteil könnte sein, dass Sie nicht mit der entsprechenden Hilfe zurechtkommen. Bei selbst eingestellten Verwandten wissen Sie im Voraus, mit wem Sie es zu tun haben. In der Zeit, in der ein Verwandter unbezahlten Urlaub nimmt, um Sie zu unterstützen, muss er eventuell selbst für seine Sozialversicherungen sorgen, wenn der Arbeitgeber dies nicht tut. Die Krankenkasse bezahlt lediglich den Verdienstausfall und die Fahrkosten Ihres Verwandten für maximal acht Wochen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Leistungen

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