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Wie Brustkrebs individuell behandelt wird

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Das Wissen um die Ursachen von Brustkrebs und die Wirkungsmechanismen von Krebsmedikamenten vergrößert sich stetig. Dadurch verbessern sich die Therapiemöglichkeiten und die Heilungschancen. Immer gezielter kann eine Therapie für die jeweilige Frau zusammengestellt werden. Auch deshalb, weil fortlaufend neue Medikamente entwickelt oder für die Therapie freigegeben werden.

Ist eine Chemotherapie notwendig, kann diese vor oder nach einer Brustoperation durchgeführt werden. Eine Chemotherapie wird intravenös oder oral verabreicht. Wird sie vor der Operation als neoadjuvante Therapie eingesetzt, kann das Ansprechen des Tumors auf die Medikamente geprüft werden. Allerdings sind zusätzliche Untersuchungen am Tumorgewebe in ihrer Aussagekraft eingeschränkt.

Auch die Untersuchung eines Wächterlymphknotens wird dann nicht empfohlen. Häufiger wird eine Chemotherapie als adjuvante Therapie nach Brustoperation (und Bestrahlung) durchgeführt. Derzeit gibt es verschiedene Tests, die ein Ansprechen auf eine Chemotherapie vorhersagen sollen. Die Tests sind allerdings noch keine Routine, weil ausreichende Daten zum Nutzen fehlen.

Brustkrebs und Taxane

Die Chemotherapie sollte ein Taxan enthalten. Taxane können unter anderem Neuropathien und starke Hautreaktionen auslösen. Häufig werden sie mit Anthrazyklinen kombiniert. Unter einer Anthrazyklintherapie muss die Herzfunktion überwacht werden. Erfolgt zusätzlich eine Bestrahlung oder einer Anti-HER2-Therapie kann es zu schweren, teilweise sogar tödlichen Herzschäden kommen.

Eine adjuvante Antihormontherapie erfolgt immer dann, wenn der Brustkrebs abhängig von den weiblichen Sexualhormonen Östrogen oder Progesteron wächst. Man spricht dann von einem hormonrezeptorpositiven Tumor.

Brustkrebs vor der Menopause

Vor der Menopause sind Tamoxifentabletten das Mittel der Wahl. Die Hormonbildung in den Eierstöcken muss nicht mehr unbedingt jahrelang mithilfe von GnRH-Analoga unterdrückt werden. Die Patientinnen sollten Tamoxifen fünf Jahre lang einnehmen. Neuen Erkenntnissen zufolge verhindert eine Einnahme bis zu zehn Jahren Rückfälle anscheinend noch besser.

Nach der Menopause sind Aromatasehemmer in Tablettenform die Mittel der Wahl. Diese können entweder im Anschluss an Tamoxifen oder als alleinige Therapie eingenommen werden. Eine Therapie mit Aromatasehemmern dauert ebenfalls fünf Jahre. Eine Anti-HER2-Therapie kommt dann infrage, wenn die Brustkrebszellen vermehrt HER2-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche aufweisen.

In der adjuvanten Situation ist Trastuzumab, ein Antikörper gegen den Rezeptor, das Medikament der Wahl. Es wird ein Jahr lang regelmäßig als Infusion gegeben. Seit 2013 ist das Medikament auch für die subcutane Injektion zugelassen. Erste Ergebnisse zeigten eine vergleichbare Wirksamkeit der subkutanen Verabreichung.

Hat ein Brustkrebs Fernmetastasen gebildet, gilt er zumeist als nicht mehr heilbar. Es gibt aber eine Vielzahl an Optionen, die Symptome lindern und helfen, das Leben mit der Erkrankung zu verlängern und dabei die Lebensqualität zu erhalten.

Für Frauen in dieser Situation haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren deutlich erweitert. Die Therapie richtet sich – ebenso wie eine adjuvante Therapie – nach den Eigenschaften des Tumorgewebes.

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Kategorien: Krebserkrankungen

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