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Wie erkennen Sie, ob Ihr Angehöriger möglicherweise an Diabetes leidet

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Diabetes ist eine weitverbreitete, nicht heilbare Stoffwechselerkrankung. Deutschlandweit leiden etwa sechs Millionen Menschen daran. Die deutsche Diabetes-Hilfe fordert in ihrer Kampagne „Diabetes stoppen“ eine nationale Strategie, um Betroffene zu unterstützen und die frühe Diagnostik zu verbessern. Lesen Sie hier, welche Symptome auf eine Diabeteserkrankung hinweisen.

Die sicherste Möglichkeit, um einen Diabetes sicher zu diagnostizieren, ist die Kontrolle der Blutzucker- und HbA1c-Werte und die Durchführung eines Glukosebelastungstests. Solange jedoch keine Anzeichen auf einen Diabetes hinweisen, erfolgt häufig keine Diagnostik in dieser Richtung. Deshalb ist es wichitg, Hinweise auf einen Diabetes richtig zu deuten.

Diabetes Typ 2 wird meist 8 bis 10 Jahre zu spät festgestellt. Häufig sind dann schon irreversible Folgeschäden entstanden. Aus diesem Grunde fordert die deutsche Diabetes-Hilfe in ihrer Kampagen Diabetes stoppen eine nationale Strategie. Die bestmögliche Versorgung Betroffener soll gesichert, ein gesunder Lebensstil soll gefördert und die Selbsthilfe gestärkt werden.

Wie funktioniert der normale Kohlenhydratstoffwechsel?

Gelangen mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate in den Darm, schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt das Hormon Insulin aus. Die Kohlenhydrate werden im Darm zu Glukose umgebaut und gelangen über die Darmschleimhaut in die Blutgefäße. Insulin sorgt dafür, dass die Zellen die Glukose aus dem Blut aufnehmen. Dort wird daraus Energie gewonnen.

Werden über längere Zeit keine Kohlenhydrate aufgenommen und sinkt der Blutzuckerspiegel, schüttet die Bauchspeicheldrüse den Botenstoff Glucagon aus, den Gegenspieler von Insulin. Dieser veranlasst die Leber, vermehrt Glukose zu bilden und ins Blut abzugeben. Durch die Wechselwirkung der beiden Botenstoffe ist der Körper in der Lage, größere Schwankungen des Blutzuckers zu verhindern. Der Zuckerspiegel im Blut wird stabil gehalten, es steht durchgehend Energie im ausreichenden Maße zur Verfügung.

Was verändert sich bei Diabetes im Körper?

Bei der Diabeteserkrankung verändert sich die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber dem Hormon Insulin. Die Bauchspeicheldrüse produziert zu Anfang noch ausreichend Insulin, die Zellen von Muskeln, Fettgewebe und Leber reagieren jedoch nicht darauf. Sie nehmen die Glukose nicht aus dem Blut auf. Die Bauchspeicheldrüse steigert die Insulinproduktion, um die Aufnahme in die Zellen zu verbessern. Bleibt die Erkrankung unerkannt und unbehandelt, erschöpfen sich die Insulinzellen der Bauchspeicheldrüse mit der Zeit. Es wird immer weniger Glukose in die Zellen aus dem Blut aufgenommen, der Zuckerspiegel im Blut steigt an.

Wie erkennen Sie eine mögliche Diabeteserkrankung?

Die Krankheit tritt schleichend auf, Symptome bleiben häufig unerkannt. Gerade zu Beginn der Erkrankung werden sie nicht mit einem Diabetes in Verbindung gebracht. Betroffene klagen beispielsweise über Abgeschlagenheit oder Müdigkeit. Dies kann am Energiemangel in den Zellen liegen, da diesen die benötigte Glukose nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht. Die Infektanfälligkeit erhöht sich, es kommt beispielsweise zu vermehrtem Auftreten von Blasenentzündungen.

Im weiteren Verlauf wird Glukose über die Nieren ausgeschieden. Zucker zieht Wasser an, dadurch erhöht sich die Menge des Urins. Es kommt zu vermehrtem Wasserlassen, der Urin ist auffallend hell. Durch den Flüssigkeitsverlust entsteht ein vermehrtes Durstgefühl. Betroffene haben häufig ein erhöhtes Hungergefühl. Auch kann es zu Gewichtszunahmen und depressiven Verstimmungen kommen.

Welche Ursachen werden als Auslöser betrachtet?

Es gibt nach aktuellem Stand des Wissens mehrere Ursachen für den Ausbruch der Erkrankung. Übergewicht spielt eine große Rolle. Das Fettgewebe übergewichtiger Menschen setzt Botenstoffe frei, die dafür sorgen, dass die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin sinkt. Bei alten Menschen steigt das Risiko, Diabetes zu erkranken, wenn die Bauchspeicheldrüse auf Grund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr ausreichend arbeitet.

Aus diesem Grunde wird der Diabetes Typ2 häufig auch als "Alterszucker" bezeichnet. Auf Grund von Fehlernährung und Bewegungsmangel erkranken heutzutage viele junge Menschen an Diabetes. Auch die Vererbung spielt eine Rolle.

Was sollten Sie bei einem Verdacht auf Diabetes tun?

Beobachten Sie diese Anzeichen bei sich selbst oder Ihrem Angehörigen, informieren Sie den Hausarzt. Nehmen Sie die Anzeichen unbedingt ernst. Ein unbehandelter Diabetes zieht belastende Folgeerkrankungen an Blutgefäßen, Nieren, Füßen und Augen mit sich. Es sollte eine gezielte Diagnostik erfolgen. Viele Apotheken bieten Blutzuckertests an, dort können Sie einen ersten Hinweis erhalten, ob erhöhte Werte vorliegen.

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Kategorien: Diabetes

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