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Wie formuliere ich eine Patientenverfügung?

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Mit einer Patientenverfügung können Sie festlegen, wie sich die Ärzte in einer extremen medizinischen Situation verhalten müssen. Nach dem Gesetz ist eine Patientenverfügung eine Willenserklärung eines Patienten, in der festgelegt ist, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt in medizinische Maßnahmen eingewilligt wird oder diese untersagt werden. Wie muss eine solche Patientenverfügung formuliert werden?

Die Patientenverfügung ist in § 1901 a Absatz 1 BGB geregelt und wendet sich in erster Linie an Ärzte und Behandlungsteams. Die Patientenverfügung gibt Anweisungen oder Bitten zur Auslegung und Durchsetzung des Patientenwillens. Mit der Patientenverfügung können Sie Einfluss auf die ärztlichen Entscheidungen nehmen, auch wenn Sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar sind oder bewusst handeln können.

Nach der gesetzlichen Regelung muss eine Patientenverfügung schriftlich verfasst werden und eigenhändig unterschrieben werden. Eine Patientenverfügung ist nicht unbedingt für immer gültig, sondern kann jederzeit widerrufen oder auch geändert werden. Daher sollte die Patientenverfügung alle 2-3 Jahre erneuert werden, so dass die behandelnden Ärzte erkennen können, dass die Patientenverfügung noch immer dem aktuellen Willen des Patienten entspricht. Aber auch mündliche Äußerungen des Patienten müssen weiterhin beachtet werden. Nach den Vorschriften des BGB sind die Ärzte an die Patientenverfügung gesetzlich gebunden.

Wo wird die Patientenverfügung hinterlegt?

Die Patientenverfügung sollte so verwahrt werden, dass Angehörige oder Freunde im Ernstfall darauf zurückgreifen können. Bevor Sie eine Patientenverfügung schriftlich formulieren, sollten Sie sich durch ihren Arzt oder die Krankenkasse beraten lassen. Wichtig bei der Formulierung der Patientenverfügung ist, dass Sie die Situationen, in der die Verfügung gelten soll, möglichst genau beschreiben.

Auf allgemeine Formulieren wie "Apparatemedizin", "dahinvegetieren" oder "Qualvolles Leid" sollte verzichtet werden. Es sollte daher genau beschrieben werden, in welchen Situationen die Patientenverfügung gelten soll und welche Behandlungswünsche der Patient in dieser Situation hat.

Als Gründe für die Patientenverfügung kommen die Sterbephase bei dauernden Verlust der Einsichts- und Kommunikationsfähigkeit oder im Endstadium einer unheilbaren Krankheit in Frage. Zu den Behandlungswünschen können die Durchführung oder Ablehnung bestimmter Maßnahmen wie die künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, die künstliche Beatmung etc. zählen.

Des Weiteren sollte mitgeteilt werden, ob die Behandlungswünsche in allen Situationen gelten soll oder nur in bestimmten Situationen. Wenn Sie die Patientenverfügung selbst formulieren, dann sollten Sie sich fachkundigen Rat, so z. B. von Ihrem Hausarzt holen und damit ausschließen, dass Ihre Verfügung widersprüchlich ist. Die Patientenverfügung sollte folgende Aussagen enthalten:

  • Situation, für die die Patientenverfügung gelten soll
  • Festlegung zur ärztlichen/pflegerischen Maßnahmen
  • Wünsche zu Ort und Begleitung
  • Aussagen zur Verbindlichkeit
  • Hinweis auf weitere Vorsorgeverfügungen
  • Organspende
  • Datum und Unterschrift

Alternativ kann auch auf Muster Patientenverfügungen zurück gegriffen werden.

Pflegende Angehörige sollte frühzeitig das Thema Patientenverfügung mit ihren pflegebedürftigen Angehörigen besprechen und eine dementsprechende Verfügung erstellen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.09.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Patientenverfügung

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