Wie funktioniert eine ambulante Intensivpflege zu Hause?

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Dank moderner Technik ist es heute in vielen Fällen möglich, ein schwerstkrankes Familienmitglied zu Hause zu pflegen, selbst wenn es beatmet oder künstlich ernährt werden muss. Wie funktioniert die ambulante Intensivpflege und welche Bedingungen sind damit verbunden?

Schwerstkranke fühlen sich zu Hause geborgener

Im Kreis der Familie bekommt man die Geborgenheit, die man braucht, um mit heftigen Beschwerden leben zu können. Diese Lebensqualität kann durch eine ambulante Intensivpflege erreicht werden. Wenn nötig, kümmert sich eine für diese Form der Pflege ausgebildete Person rund um die Uhr um den Schwerstkranken. Auch eine Heimbeatmung ist möglich, denn häufig handelt es sich um Patienten, die an chronischen Lungenerkrankungen wie COPD leiden, Schleim abgesaugt bekommen müssen oder/und Sauerstoff benötigen. Auch die Grundfunktionen des Körpers wie Bewusstsein, Kreislauf und Atmung können zu Hause mit entsprechenden Geräten überwacht werden.

Welche Krankheiten können zu Hause behandelt werden?

Neben Erwachsenen und Kindern mit chronischen Lungenerkrankungen können auch Betroffene mit neuromuskulären Krankheiten, Muskelschwund, erworbenen Hirnschädigungen, angeborenen Hirnorganschäden, Critical Illness, Halsmarklähmungen, tumorbedingten Erkrankungen, Gendefekten, Fehlbildungen und Stoffwechselstörungen daheim gepflegt.

Manche Pflegedienste bieten auch Intensivpflege-WGs an, in denen Schwerstkranke gemeinsam mit anderen von hochqualifizierten Fachkräften versorgt werden. Diese stehen Tag und Nacht mit Fachärzten und den nächsten Kliniken in Verbindung, falls Probleme auftreten. Für eine optimale Versorgung in der eigenen Wohnung, im Haus oder einer WG wird das ambulante Intensivpflege-Team von Physio- und Ergo-Therapeuten sowie Logopäden unterstützt, um den Gesundheitszustand des Schwerstkranken zu verbessern.

Welche Voraussetzungen gelten für die ambulante Intensivpflege?

Eine ambulante Intensivpflege steht jedem zu, der sich nicht selbst beatmen, absaugen und das Trachealstoma (Zugang zur Luftröhre) pflegen kann, und zwar unabhängig von der Pflegestufe. Lassen Sie sich von einer Pflegeagentur, die Intensivpflege anbietet, ausführlich beraten. Bevor eine solche Pflege in Anspruch genommen werden kann, muss zudem geprüft werden, ob sie in Ihrem Zuhause durchgeführt werden kann. Es muss genug Platz für das Pflegematerial, Geräte und für die Pflegekraft vorhanden sein. Wenn diese über Nacht für den Patienten da sein soll, braucht sie am besten ein eigenes Zimmer. Alles muss fertig eingerichtet sein, wenn der Schwerstkranke nach Hause transportiert wird, damit eine nahtlose Pflege möglich ist.

Was kostet eine ambulante Intensivpflege?

Eine ambulante Intensivpflege zu Haus kann sich jeder leisten! Sie ist in Paragraph 37 des fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V § 37) geregelt. Die Kosten werden aufgeteilt: Alles, was mit der Grundpflege des Patienten zu tun hat, wird von der Pflegekasse entsprechend der Pflegestufe bezahlt. Behandlungspflegerische Tätigkeiten wie Absaugen, tracheale Versorgung, künstliche Ernährung durch eine Magensonde und Ähnliches müssen vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse des Patienten bezahlt werden. Sachleistungen (Professionelle Pflege) und Geldleistungen (Pflege durch Angehörige) können auch kombiniert werden. Detaillierte Fragen zu Ihrem speziellen Fall beantworten die jeweiligen Pflegedienste und die Krankenkassen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflege zu Hause

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