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Wie können Sie den Suizidgefährdeten helfen, einen Ausweg aus der Situation zu finden

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Freitod, Selbstmord oder Suizid – drei Begriffe für Ein und Dasselbe, für viel zu viele Menschen der allerletzte Ausweg. Selbstmord kommt seit jeher in allen Kulturen vor, wobei es aber zwischen einzelnen Nationen und auch Altersgruppen starke Schwankungen gibt. In letzter Zeit ist aber zu beobachten, dass die Selbstmord-Zahlen bei der älteren Generation stark ansteigen.

Selbstmord ist in jedem Fall ein dramatischer Schritt, mit dem der Betroffene uns deutlich macht, dass er einfach keinen anderen Ausweg mehr gefunden hat. Die Gründe, die einen Menschen in eine derart ausweglose Situation bringen, sind vielfältig. In unserer heutigen Zeit, in der Schönheit und Jugend äußerst wichtige Attribute sind, ist es für ältere Menschen oft schwer, sich mit den körperlichen und seelischen Folgen des Alterns auseinanderzusetzen und diese anzunehmen.

Nicht nur die optischen Alterserscheinungen, sondern auch eine zunehmende Gebrechlichkeit und vielleicht auch noch die Tatsache, dass das Gedächtnis nicht mehr so will wie man selbst, machen vielen älteren Menschen zu schaffen. Gerade unsere jetzige alte Generation war es Zeit ihres Lebens gewohnt, selbstständig zu sein. Es fällt diesen Menschen daher sehr schwer, Hilfe anzunehmen oder zuzulassen, denn man will ja Niemandem zur Last fallen. Dazu kommt, dass diese Menschen meist ein Leben lang gearbeitet haben und sich im Alter oft nutzlos fühlen.

Probleme, die gar keine sind

Der Mann hat für die Familie gesorgt, die Frau hat den Haushalt erledigt und die Kinder erzogen. Nun ist man in Rente, die Kinder stehen schon lange auf eigenen Beinen und leben womöglich in einer ganz anderen Stadt. Es fehlt etwas – das Gefühl, gebraucht zu werden. Und damit fehlt auch der Eindruck, wichtig und wertvoll zu sein. Alte Menschen haben oft das Gefühl, nutzlos zu sein. Dass man auch ein wertvoller Mensch ist, ohne ständig für Andere da zu sein, haben sie nie wirklich gelernt.

Die Einsamkeit im Alter

Ein weiteres Problem im Alter stellt die Einsamkeit dar. Die Kinder leben meist nicht in unmittelbarer Nähe, einen richtigen Freundeskreis konnte man sich vielleicht nie aufbauen und im Alter hat man Probleme damit, neue Menschen kennenzulernen. Wenn dann womöglich auch noch der Tod des Lebenspartners dazukommt, kann ein alter Mensch in ein tiefes Loch fallen. Manchmal folgt die völlige Isolation.

Krankheiten und Schmerzen im Alter

Ein weiteres großes Problem im Alter können schwere oder unheilbare Krankheiten darstellen. Chronische starke Schmerzen, unheilbare Krankheiten mit drohendem Leiden und Angst vor der Pflegebedürftigkeit treiben viele Senioren dazu, sich frühzeitig von diesem Leben zu verabschieden. Viele alte Menschen wünschen sich, in Würde sterben zu können. Viele Suizide von alten Personen werden gar nicht als solche erkannt, weil nicht selten missbräuchlicher Arzneimittel- oder Alkoholkonsum dahinter stecken.

Armut im Alter

Auch die Problematik der Verarmung dieser Generation sollte als Grund für einen Suizid nicht außer Acht gelassen werden. Die Angst, bedürftig zu sein steckt dieser Generation mit Sicherheit in den Knochen.

In unserer heutigen Gesellschaft, in der Schönheitsoperationen zum guten Ton gehören und wir versuchen, sämtliche Anzeichen des Alters im Keime zu ersticken, wären wir wahrscheinlich gut beraten, wieder eine realistische Einstellung zum Altern und zu älteren Menschen zu gewinnen.

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