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Wie Sie die Sinne eines bettlägerigen Demenzkranken anregen

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Mit der Verschlechterung seines Zustands nimmt ein Demenzkranker seine Umgebung kaum noch wahr, zumal auch sein Gehör und sein Sehsinn deutlich nachlassen. Die Folge ist, dass sich der Patient auf verschiedene Weise selbst stimuliert, um sich wieder besser zu spüren. Während der Betreuung und Pflege können Sie ihm helfen, seine Sinne anzuregen.

Autostimulation als Hinweis für fehlende Reize

Wenn ein Demenzkranker aufgrund der Schwere seiner Erkrankung bettlägerig geworden ist, bekommt er kaum noch etwas von seiner Umgebung mit. Möglicherweise kann er nur noch schlecht hören und sehen, ist weich gebettet und nur leicht bekleidet, sodass er kaum noch Reize wahrnimmt. Er fühlt sich praktisch „taub“. Spätestens wenn Ihr Angehöriger anfängt, sich selbst zu stimulieren, indem er an der Bettdecke zupft, sich kratzt, reibt oder in Sitzposition schaukelt, ist es Zeit, ihm verschiedene Anregungen zu geben.

Alle Sinne stimulieren mit einfachen Maßnahmen

Bereits bei der Körperpflege können Sie den Demenzkranken mit einer Reihe von angenehmen Reizen anregen. Variieren Sie leicht die Wassertemperatur während des Waschens oder Duschens. Massieren Sie Ihren Angehörigen abwechselnd sanft mit dem Waschlappen, einem Schwamm oder einem weichen Tuch und cremen Sie ihn mit gut verträglicher Lotion für sensible Haut ein.

Da Düfte auf der empfindlichen Haut oft Probleme machen, geben Sie wenige Tropfen oder einen Sprühstoß seines Lieblingsdufts auf einen Lappen und lassen Sie ihn daran riechen. Den Duft können Sie auch auf die Vorderseite seines Hemds oder T-Shirts geben, damit er es automatisch einatmet.

Hautreize setzen und Tastsinn anregen

Ziehen Sie Ihrem Angehörigen nicht zu lockere Sachen an, sondern Kleidung, die enger am Körper anliegt. So spürt er sich selbst besser. Das beginnt mit der Unterwäsche und wird durch ein gut sitzendes Shirt und eine anliegende Hose aus Baumwolljersey ergänzt. Geben Sie ihm Tücher aus verschiedenen Materialien und andere Gegenstände, mit denen er sich nicht wehtun kann, damit er sie befühlen kann.

Vielleicht existiert noch ein Teddy oder ein anderes Plüschtier aus seiner Kindheit, dass er wiedererkennt. Spielen Sie auch immer wieder einmal seine Lieblingsmusik. Nehmen Sie ihn öfter fest in die Arme und schaukeln mit ihm zusammen eine Weile vor sich hin. Das tut Ihnen beiden gut!

Wie Sie den Seh- und Geschmackssinn des Demenzkranken anregen

Hängen Sie ein Mobile über das Bett des Patienten oder ein Poster mit kräftigen Farben und gut erkennbarem Motiv in Sichtweite. Der Geschmackssinn will ebenfalls angeregt werden: Geben Sie Ihrem Pflegebedürftigen ein Stück hartes Brot, auf dem er herumkauen oder -lutschen kann.

Wenn er dazu nicht mehr in der Lage ist, betupfen Sie häufiger seine Lippen, Zunge und Gaumen mit Ihrem Finger oder einem großen Wattestäbchen und einer süßen, zuckerfreien Limonade. Vielleicht fällt Ihnen dazu noch etwas Anderes ein, das Ihr Angehöriger immer gern mochte und mag. Denken Sie an Dinge, die seine frühesten Erinnerungen wecken und somit seine Sinne wieder ein wenig wecken.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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