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Wie Sie Kindern Demenz erklären

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In Deutschland sind etwa 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, die Tendenz ist steigend. Die Demenzerkrankung eines Großelternteiles löst bei den Enkelkindern häufig Irritation und Ängste aus. Kinder verstehen nicht, was auf einmal mit Oma oder Opa los ist, warum sie zum Beispiel plötzlich ihre eigene Familie nicht mehr erkennen oder komische Dinge tun.

Demenz bedeutet weniger Zeit für die Kinder

Werden Eltern zu pflegenden Angehörigen, wird die freie Zeit, die sie sonst mit den Kindern verbracht haben, weniger. Es bleibt wenig Zeit, um mit den Kindern oder Jugendlichen über ihre Fragen zu reden oder man weiß nicht, wie man Alzheimer erklären soll.

Im Folgenden stellen wir Ihnen drei Fragen und Antworten bereit, die Ihnen helfen könne, Kindern Demenz zu erklären:

1. Was ist Demenz?

Demenz ist eine Erkrankung im Kopf. Im Gehirn gehen Nervenzellen kaputt, die dafür da sind, Dinge zu behalten, die man gelernt hat. Dadurch vergessen Menschen mit Demenz immer mehr Dinge.

Am Anfang wissen Sie vielleicht nicht mehr, wo sie den Hausschlüssel hingelegt haben, später kann es sein, dass sie vergessen, wo sie wohnen. Auch wird es passieren, dass sie den Namen der Enkel nicht mehr wissen, oder dass sie überhaupt Enkel haben.

Die Krankheit ist nicht heilbar, sondern schreitet immer weiter fort. Am Ende sind Menschen mit Demenz vollständig auf Hilfe angewiesen, weil sie nicht mehr wissen, wie man isst, schluckt, zur Toilette geht oder sich anzieht.

2. Woran erkennt man Menschen mit Demenz?

Menschen mit Demenz sehen ganz normal aus. Man sieht ihnen die Krankheit nicht an.

Das ist ähnlich wie bei Kopfschmerzen. Was im Kopf los ist, merkt nur derjenige, der die Kopfschmerzen hat. Den Menschen in seiner Umgebung fällt vielleicht auf, dass die Person gereizt oder lärmempfindlich ist und ihre Ruhe haben will.

Ähnlich ist es bei Demenz. Was im Kopf los ist, merkt zunächst nur der Mensch selbst. Bestimmt hat er Angst, wenn ihm auffällt, dass er ständig Dinge vergisst und will das nicht wahrhaben. Häufig versuchen Menschen mit Demenz, ihre Vergesslichkeit vor anderen zu verbergen.

Erst Untersuchungen bei einem Neurologen, einem Facharzt für Erkrankungen des Gehirns und anderen Nervenzellen, können zeigen, was im Kopf los ist. Mit verschiedenen Tests werden das Denkvermögen, das Gedächtnis, die Wahrnehmung und die Sprache untersucht. Außerdem werden Röntgenuntersuchungen und Darstellungen des Gehirns mit Magnetfeldern durchgeführt. Erst danach kann mit Sicherheit festgestellt werden, ob ein Mensch Demenz hat.

3. Wie soll ein Kind mit der erkrankten Person umgehen?

Am besten so wie vor der Erkrankung auch. Es ist wichtig und richtig, dass demenzkranke Menschen mit Respekt und Zuneigung behandelt werden. Erklären Sie dem Kind, dass sie im Umgang mit Demenzerkrankten Geduld beötigen.

Manchmal dauert es länger, bis Kinder verstehen, was die Großeltern ihnen sagen wollen. Andersherum brauchen Oma oder Opa länger, bis sie verstanden haben, was die Enkel ihnen mitteilen wollen. Kinder sollten in kurzen, einfachen Sätzen mit erkrankten Großeltern sprechen, um diese nicht zu überfordern.

Gibt es gemeinsame Rituale, ist es gut, diese so lange wie möglich beizubehalten. Erklären Sie dem Kind, dass Sie Oma oder Opa weiterhin in den Arm nehmen und mit ihnen schmusen oder kuscheln dürfen und ihnen so ihre Zuneigung und Liebe zeigen können. Körperkontakt ist im Zweifelsfalle einfacher zu verstehen als Worte.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

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