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Wie Sie nach Berufsaufgabe wegen Pflege Ihr Selbstwertgefühl steigern

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Sie haben Ihren Beruf aufgegeben? Sie fühlen sich manchmal Zweifeln, Unsicherheiten, Anschuldigungen oder Vorwürfen hilflos ausgesetzt? Sie merken, dass Ihr Selbstwertgefühl leidet? Lesen Sie, wie Sie in solchen Situationen reagieren sollten und was Sie tun können, um Ihr Selbstwertgefühl zu steigern.

So gehen Sie mit Vorwürfen und Anschuldigungen um

Kranke Menschen sind oft ungeduldig. Schmerzen, langes Liegen, Unbeweglichkeit, nächtliche Schlaflosigkeit, oftmals auch eine tiefe Einsamkeit, machen sich mit der Zeit immer mehr breit. Auch Veränderungen in der Persönlichkeit spielen eine Rolle, zum Beispiel bei Depressionen, Demenz oder durch die vielen Medikamente.

Da kommt es schon mal zu Ungerechtigkeiten, Vorwürfen oder sogar Anschuldigungen gegenüber Ihrer Person.

Auch kann es vorkommen, dass sich alte Menschen bestohlen fühlen, weil sie ihre Sachen nicht mehr finden können. Gehen Sie souverän damit um. Es tut weh, wenn Sie als ehrlicher Mensch solchen Verdächtigungen ausgesetzt sind. Sie wissen selbst am besten, was an den Anschuldigungen dran ist und wenn diese haltlos sind. Außerdem finden sich die vermissten Dinge meist nach kurzer Zeit wieder an.

Gehen Sie in so einer Situation immer davon aus, dass der oder die Kranke vergesslich oder verwirrt ist. Lassen Sie Verdächtigungen nicht als Kränkung an sich heran. Die gute Nachricht: Auch das kann man lernen.

Das können Sie für Ihr Selbstwertgefühl tun

Sie haben eigene Bedürfnisse, die zwar "vorübergehend" zu kurz kommen, auf die Sie aber nicht ganz verzichten müssen. Vielleicht gelingt es Ihnen, sich einen Abend in der Woche oder mal ein bis zwei Stunden freizuschaufeln, in denen Sie sich ausschließlich um sich selbst kümmern.

Das kann ein Hobby sein, ein Buch lesen, Freunde besuchen, zum Sport gehen, eben alles was Ihnen persönlich Spaß und Freude bringt. Beziehen Sie Ihre Familienmitglieder mit ein, um Sie dabei zu unterstützen. Auch gute Gespräche können helfen.

Wenn Zweifel kommen

Mit der Zeit werden Sie vielleicht bemerken, dass Ihnen immer öfter Zweifel kommen; Zweifel an Ihrer Person, Zweifel, ob Sie alles richtig machen, Zweifel ob Sie überhaupt noch ein vollwertiger Mensch sind. Gehen Sie gezielt gegen Ihre Zweifel vor, sonst macht sich früher oder später Verzweiflung breit. Soweit muss es nicht kommen.

Werden Sie sich täglich über Ihren eigenen Wert bewusst.

  • Sie bieten dem Angehörigen eine Alternative zum Pflegeheim.
    Sie sind ein vollwertiger Mensch.
  • Sie haben die Pflege jetzt als Beruf, eine Tätigkeit, die unentbehrlich ist und die Sie täglich leisten.
  • Werden Sie sich bewusst, was Sie täglich leisten. Erwarten Sie keine Dankbarkeit.

Balsam für die Seele

Suchen Sie gezielt nach Dingen und Situationen, die Ihnen Freude bereiten und Sie bei einem Gefühl von Trostlosigkeit aufmuntern. Oftmals ist es schwierig, Kranken beim Leiden zuzusehen und nicht helfen zu können. Denken Sie daran, dass allein schon Ihre Gegenwart, ein Händedruck, ein Lächeln, manche Handreichungen oder mal das Kissen aufschütteln Erleichterung bringen können. Werden Sie sich darüber bewusst.

Tun Sie sich selbst etwas Gutes

Verwöhnen Sie sich einmal selbst, indem Sie schöne Musik hören, mit Ihren Kindern spielen, auch mal scherzen oder lachen. Schauen Sie sich Ihren Lieblingsfilm an, aber vermeiden Sie problembeladene Handlungen und Nachrichten. Wenn möglich, gehen Sie einmal pro Tag raus an die frische Luft oder wenigstens in den Garten.

Kennen Sie Entspannungstechniken oder Meditation? Sie sind hilfreich, um wieder zu sich selbst zu finden. Auch kreative Beschäftigung kann von Alltagsproblemen ablenken und sogar glücklich machen. Vielleicht Dekorieren, Malen oder Gestalten Sie gern? Widmen Sie sich ruhig ab und zu Ihrem Hobby. Das lenkt ab und bringt Freude.

Auch ein Frisörbesuch, eine Massage oder für die Damen, schöne Unterwäsche und Kosmetik tragen zum Wohlbefinden bei. Vielleicht lieben Sie Blumen, dann kümmern Sie sich mal wieder ausgiebig um Ihre Zimmerpflanzen oder Sie gönnen sich eine neue Pflanze.

Wenn es Ihnen gut geht und Sie Ihr Selbstwertgefühl in das rechte Lot bringen, sammeln Sie Kräfte, die Sie dann gestärkt wieder an den Kranken weitergeben können.

Haben Sie ein Haustier? Tiere helfen sowohl dem Pflegenden als auch dem Pflegebedürftigen durch ihre Unbefangenheit und ihre bedingungslose Treue. Tiere bringen uns zum Lachen. Geben Sie Ihrem Tier wieder mehr Aufmerksamkeit.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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