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Wie stellt der ärztliche Gutachter einen Grad der Behinderung fest?

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Wenn Ihnen nun der Bescheid des Versorgungsamtes vorliegt und Sie sich die einzelnen Grade der Behinderungen (GdB) für die Krankheiten ansehen, dann fragen Sie sich sicherlich häufig, wie der ärztliche Dienst des Versorgungsamtes auf diese Feststellungen kommt und wie dann der Gesamt-GdB festgelegt wird. Wie das Prozedere von statten geht, lesen Sie hier.

Grundlage für die Einschätzungen der einzelnen Grade der Behinderung durch den ärztlichen Dienst des Versorgungsamtes bildet die Versorgungmedizinische Verordnung. Bestandteil dieser Verordnung ist die sogenannte GdB-Tabelle. Anhand dieser Tabelle werden vom begutachtenden Arzt die Einstufungen für die vorliegende Erkrankungen vorgenommen.

Da der GdB nur annähernd bestimmt werden kann, sind beim GdB nur Zehnerwerte anzugeben. Dabei sollen im Allgemeinen die folgenden Funktionssysteme zusammenfassend beurteilt werden:

  • Gehirn einschließlich Psyche
  • Augen
  • Ohren
  • Atmung
  • Herz- Kreislauf
  • Verdauung
  • Harnorgane
  • Geschlechtsapparat
  • Haut
  • Blut einschließlich blutbildendes Gewebe und Immunsystem
  • innere Sekretion und Stoffwechsel
  • Arme
  • Beine
  • Rumpf

 

Die sehr wenigen in der GdB-Tabelle noch enthaltenen Fünfergrade sind alle auf ganz eng umschriebene Gesundheitsstörungen bezogen, die selten allein und sehr selten genau in dieser Form und Ausprägung vorliegen. Für die Bestimmungen des Gesamt-GdB, welcher dann darüber entscheidet, ob der Antragsteller einen Schwerbehindertenausweis erhält, zählen nur Erkrankungen, die einen Einzel-GdB von 20 erreichen.

Grad der Behinderung – GdB

 

Die Verordnung führt dann weiter aus:

Der GdB setzt eine nicht nur vorübergehende und damit eine über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten sich erstreckende Gesundheitsstörung voraus. Dementsprechend ist bei abklingenden Gesundheitsstörungen der Wert festzusetzen, der dem über sechs Monate hinaus verbliebenen – oder voraussichtlich verbleibenden – Schaden entspricht.

Bei der Bildung des GdBs sind auch immer seelische Begleiterscheinungen und Schmerzen zu beachten und mit einzubeziehen. Der GdB muss dann höher sein. Bei der Gesamt-GdB-Bildung dürfen die Einzel-Werte nicht einfach zusammengerechnet werden. Maßgebend sind die Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter
Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen zueinander.

Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass nicht die Diagnosen beurteilt werden, sondern die Auswirkungen der Krankheit auf die Teilhabe am gesellschaftlich Leben. In der Praxis kommt es nun häufig vor, dass diese Auswirkungen vom Versorgungsamt und dem Antragsteller unterschiedlich betrachtet werden.

Deswegen ist es wichtig, dass schon bei der Antragstellung nicht nur die Befundberichte der behandelnden Ärzte vorliegen, sondern auch vom Antragsteller schriftlich die tagtäglichen Auswirkungen der Erkrankung auf sein Leben geschildert werden. Nicht die Diagnosen sind wichtig, sondern die Auswirkungen. Daher sollten pflegende Angehörige immer darauf achten, dass dem Antrag diese Schilderungen beigefügt sind.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.10.2014 aktualisiert.

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