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Wie wird die Pflegebedürftigkeit festgestellt?

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Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) kommt zu Ihrem Angehörigen nach Hause, um die Pflegebedürftigkeit festzustellen. Pflegebedürftig ist Ihr Angehöriger, wenn er wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit für mindestens sechs Monate bei alltäglichen Verrichtungen stark eingeschränkt ist.

Worauf achtet der Medizinische Dienst?

Für Krankheiten und Behinderungen ist der angenommene Hilfsbedarf gesetzlich festgelegt. Er bezieht sich auf die Hilfe bei alltäglichen Tätigkeiten wie Körperpflege. Außerdem prüft der MDK, ob schon eine Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen vorlag und ob die vorhandene Pflegestufe geändert werden muss. Besonders wird darauf geachtet, inwieweit die Kompetenz Ihres Angehörigen, seinen Alltag allein zu bewältigen, eingeschränkt ist.

Grundlage für diese Prüfung sind das SGB (Sozialgesetzbuch) XI, die Richtlinien, die die Alltagskompetenz und den Grad der Hilfsbedürftigkeit feststellen.

Welche Pflege wird bevorzugt gefördert?

Die Pflegeleistungen, die bewilligt werden, sollen die häusliche Pflege besonders fördern und Leistungen zur Prävention und zur Rehabilitation unterstützen.

Die häusliche Pflege wird der im Pflegeheim vorgezogen. Ihr Angehöriger soll solange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung bleiben können. Deshalb werden teilstationäre Pflege und Kurzzeitpflege mehr unterstützt als vollstationäre Pflege. Das Ziel der Pflege soll sein, die Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen langfristig zu vermindern. Dies soll durch Rehabilitation geschehen.

Durch die Leistungen der Pflegeversicherung wird Ihrem Angehörigen solange wie möglich ein Leben ermöglicht, das selbstbestimmt und selbständig ist. Wenn die Religion bzw. der kulturelle Hintergrund Ihres Angehörigen spezielle Maßnahmen vorsieht, muss auch dies berücksichtigt werden. Dazu kann es gehören, dass die Pflege durch einen Menschen gleichen Geschlechts bevorzugt wird.

Welche Einschränkungen werden überprüft?

Der Medizinische Dienst überprüft in vier Bereichen, ob Ihr Angehöriger nur eingeschränkt selbständig ist: Bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Zum Bereich der Körperpflege gehört das Waschen, Duschen und Baden Ihres Angehörigen. Weiterhin die Zahnpflege, das Kämmen und das Rasieren. Auch die Darm- und Blasenentleerung fallen in diesen Bereich.

Zur Ernährung gehören das mundgerechte Nahrungszubereiten und die Aufnahme des Essens.

Der Bereich der Mobilität beinhaltet selbständiges Aufstehen und Hinlegen sowie das An- und Ausziehen. Auch das Gehen, Stehen, Treppensteigen sowie das Verlassen und Zurückkehren zur Wohnung sind Aspekte der Mobilität.

Hauswirtschaftliche Versorgung Ihres Angehörigen kann Einkaufen und Kochen heißen. Dazu kann auch das Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung gehören.

Individueller Pflegeplan

Der MDK erstellt aus den gewonnenen Erkenntnissen heraus einen Pflegeplan für Ihren Angehörigen, zu dem die folgenden Aspekte gehören. Er empfiehlt vorbeugende Pflegeleistungen und Verbesserungen oder Veränderungen für die Pflegesituation. Er gibt Ratschläge zu Heilmitteln und zur Versorgung mit Hilfs- und Pflegehilfsmitteln. Weiterhin gibt der MDK Ratschläge zur Leistung der medizinischen Rehabilitation und zu Maßnahmen, die das Wohnumfeld Ihres Angehörigen verbessern können.

Der MDK überprüft weiterhin, ob die häusliche Pflege Ihres Angehörigen angemessen sichergestellt ist.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.08.2015 aktualisiert.


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