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Wie wird eine Gürtelrose behandelt?

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Eine Gürtelrose sollte schnell vom Arzt untersucht werden, um die Dauer und das Ausmaß der Erkrankung bei problematischen Verlaufsformen möglichst gering zu halten. Wenn Sie bereits chronisch krank sind oder sogar an einer Immunschwäche leiden, ist eine rasche Therapie unumgänglich. Wann setzt der Arzt welche Arzneimittel ein?

Muss eine Gürtelrose immer mit Medikamenten behandelt werden?

Wer an einer leichten Gürtelrose erkrankt ist, kaum Beschwerden hat und unter 50 Jahre alt ist, braucht nicht unbedingt Medikamente. Um die Erkrankung richtig einschätzen zu können, sollten Sie jedoch in jedem Fall zur Sicherheit zum Haus- oder Hautarzt gehen. Mehr als die Hälfte aller Herpes zoster-Infektionen heilen problemlos ab.

Kritisch wird es, wenn Sie älter sind, ausgeprägte Schmerzen und Bläschen haben, der Ausschlag am Hals und/oder Gesicht sitzt oder wenn sie unter Neurodermitis leiden. Nehmen Sie Immunsuppressiva oder ist Ihr Kind betroffen, das dauerhaft mit Kortison oder Salicylaten behandelt wird, gehört die Gürtelrose sofort in ärztliche Behandlung!

Virenhemmende Arzneimittel bei heftigen Beschwerden

Befindet sich die Gürtelrose in der akuten Phase, in der Bläschen auf der Haut sichtbar sind und Nervenschmerzen zur Qual werden, wird der Arzt Ihnen ein Präparat verordnen, das den Virus daran hindert, sich weiter zu entwickeln. Dies nehmen Sie sieben Tage lang ein. Diese sogenannten Virustatika helfen allerdings nur, wenn Sie die Behandlung innerhalb der ersten drei Tage beginnen. Folgende Arzneimittel zur Einnahme sind für Herpes zoster zugelassen:

  • Aciclovir: 5 x täglich 800 mg
  • Valaciclovir: 3 x täglich 1000 mg
  • Famiciclovir: 3 x täglich 250 mg
  • Brivodin: 1 x täglich 125 mg

Virustatika werden in schweren Fällen auch per Infusion verabreicht. Auf der Haut wirken diese Mittel gar nicht, daher müssen sie in den Blutkreislauf gebracht werden.

Schmerzmittel müssen sein, damit die Schmerzen nicht chronisch werden

Außerdem bekommen Sie ein Schmerzmittel, das Ihren Beschwerden angepasst ist. Bei leichteren Schmerzen können Sie Ibuprofen oder Paracetamol nehmen, die Sie auch ohne Rezept erhalten. Halten Sie sich unbedingt an die Dosierung, da Paracetamol die Leber schädigen kann, wenn Sie zu viel nehmen. Versuchen Sie nicht, die Schmerzen auszuhalten! Es könnte sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entwickeln, das die Schmerzen dauerhaft wahrnimmt.

Sind die Schmerzen nicht auszuhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen ein stärkeres Mittel verschreiben. Da häufig die gängigen Schmerzmittel nur eine geringe Wirkung mit sich bringen, kann es sein, dass Sie Opiate erhalten. Wundern Sie sich nicht, wenn der Arzt Ihnen zusätzlich ein Arzneimittel gegen Depressionen verordnet – es hilft in diesem Fall, die Schmerzen zu dämpfen.

Äußerliche Arzneimittel gegen den Gürtelrosen-Ausschlag

Gegen die juckenden und brennenden Bläschen bekommen Sie eine Schüttelmixtur, ein Gel (für das Gesicht) oder eine zinkhaltige Paste, mit der Sie die entsprechenden Stellen betupfen sollen. Befinden sich die Bläschen auf dem Rücken, muss Ihnen jemand helfen, das Präparat aufzutragen.

Damit Ihr Helfer sich nicht ansteckt, sollte er Einmalhandschuhe anziehen und Wattestäbchen zum Auftragen verwenden. Sobald die Bläschen trocken sind, ist die Ansteckungsgefahr vorüber. Eine Übertragung ist nur bei direktem Kontakt der befallenen Hautstellen möglich. Nach dem Abheilen der Bläschen erscheint die Haut oft dunkler oder heller.

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Kategorien: Gürtelrose

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