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Wofür benötigt der Körper Kalzium und Magnesium?

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Der menschliche Körper benötigt für sämtliche Vorgänge Mineralien in Form von Elektrolyten. Diese können nicht selbst gebildet, sondern müssen über die Nahrung zugeführt werden. Lesen Sie hier, welche Funktionen Kalzium und Magnesium haben und wie Sie diese ausreichend aufnehmen können.

Magnesium und Kalzium sind gemeinsam für eine reibungslose Funktion zwischen Nervenzellen und Muskeln zuständig. Kalzium sorgt für die Kontraktion (Zusammenziehen des Muskels), Magnesium für die Relaxation (Entspannung). Befindet sich zu wenig Magnesium im Blut, erhöht sich die Durchlässigkeit der Zellwände für Kalzium. Die verfügbare Kalzium-Konzentration im Blut sinkt, es kommt gleichzeitig zu Kalzium-Mangelerscheinungen.

Magnesium wird zu zwei Dritteln Teil in den Knochen gespeichert. Ein Drittel befindet sich in den Muskeln, nur 1% im Blutplasma. Sinkt der Magnesiumgehalt im Blut, wird das Mineral aus den Knochen ins Blut freigesetzt. So können die Blutwerte noch über einen längeren Zeitraum im Normbereich sein, obwohl ein Mangel vorliegt.

Kalzium befindet sich zum größten Teil in Knochen und Zähnen. Bei Kalziummangel kommt es zur Entkalkung dieser Körperteile.

Wie viel Magnesium benötigt der Körper?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE gibt den täglichen Magnesiumbedarf für Erwachsene mit 300 bis 350 mg täglich an. Frauen benötigen etwas weniger als Männer. Wird Blut abgenommen, um das Magnesium zu bestimmen, sollte der Wert zwischen 0,7 und 1,1 mmol/l bzw. 1,7 bis 2,7 mg/l liegen. Achten Sie auf die angegebene Einheit, wenn Sie die Ergebnisse Ihrer Blutentnahme vom Arzt erhalten.

Welche Symptome deuten auf Magnesium-Mangel hin?

Das bekannteste Symptom von Magnesium-Mangel sind unangenehme, schmerzhafte Wadenkrämpfe. Weitere Anzeichen können sein:

  • Reizbarkeit, innere Unruhe
  • Müdigkeit, rasche Erschöpfbarkeit, Niedergeschlagenheit, innere Unruhe
  • Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzklopfen

Da der Magnesiumwert im Blutplasma erst deutlich absinkt, wenn die körpereigenen Reserven verbraucht sind, müssen entsprechende Symptome bei der Diagnostik eines Magnesium-Mangels verstärkt beachtet werden. Liegt ein offensichtlicher Magnesiummangel vor, muss das Mineral vermehrt zugeführt werden. Dies kann in Form von Pulver, Tabletten oder Brausetabletten erfolgen.

Wann steigt der Magnesiumbedarf?

Bei Durchfall und Erbrechen wird vermehrt Magnesium ausgeschieden. Auch starkes Schwitzen bei sportlicher Betätigung führt zu Verlust. Schwangerschaft, Stress und sonstige Belastungen lassen den Bedarf steigen. Alkohol entzieht dem Körper Magnesium.

Welche Nahrungsmittel enthalten viel Magnesium?

Die folgenden Angaben beziehen sich auf jeweils 100g des Nahrungsmittels.

Angeführt wird die Auflistung mit Sonnenblumenkernen, der Gehalt beträgt 420 mg. Nüsse enthalten zwischen 130 und 180 mg, Vollkornreis und -nudeln durchschnittlich 135 mg. In Weizenvollkornbrot befinden sich etwa 90 mg, in Roggenbrot etwa die Hälfte. Milch, Joghurt, Kefir und Buttermilch liefern zwischen 12 und 15 mg, Gouda, Emmentaler oder Tilsiter 30 bis 40 mg.

Besonders reichhaltige Obst- und Gemüsesorten sind Bananen (36 mg), Himbeeren (30 mg), Spinat (58 mg), Erbsen (33 mg) und Kohlrabi (43 mg). Hochwertiges Mineralwasser kann bis zu 80 mg pro Liter enthalten.

Demnach ist der normale Bedarf durch eine vielseitige Ernährung leicht zu decken. Magnesium sollte nur in Absprache mit dem Arzt bei eindeutigen Mangelsymptomen, erhöhtem Verbrauch unter Belastung, Stress oder Sport und erhöhtem Verlust durch Erkrankungen zusätzlich eingenommen werden. Zuviel aufgenommenes Magnesium kann zu Durchfällen führen.

Wie viel Kalzium benötigt der Körper täglich?

Die Empfehlung der DGE liegt bei 1 Gramm Kalzium (1000 mg) pro Tag bei Erwachsenen. Einen hohen täglichen Bedarf haben Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren mit 1200 mg, ebenso Frauen nach den Wechseljahren und Männer über 65.

Bei einer Blutuntersuchung liegt der Normbereich bei 2,2 bis 2,6 mmol/l bzw. 8,6 bis 10,3 mg/dl. Achten Sie auch hier auf die Einheit, in der der gemessene Wert angegeben ist.

Wie erkennt man Kalzium-Mangel?

Kalzium-Mangel führt – ähnlich wie Magnesium-Mangel – zur Störungen der Weiterleitung von Nervenimpulsen und der Muskeltätigkeit. Ähnlich wie bei Magnesiummangel kommt es zu Muskelkrämpfen.

Weitere Symptome sind:

  • Pelzigkeitsgefühl, Kribbeln, Ameisenlaufen
  • trockene Haut und Ekzeme
  • Haarausfall und brüchige Nägel
  • Abbau von Knochen und Zähnen
  • Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, niedriger Blutdruck
  • Urin-Inkontinenz
  • Steigerung des Osteoporose-Risikos

Bei längerem Fortbestehen kann es zu grauem Star, Psychosen und Halluzinationen kommen.

Kalziummangel kann akut durch Kalzium-Infusionen behandelt werden. Zum langfristigen Ausgleich bei Kalziummangel wird das Mineral in Form von Kau- oder Brausetabletten verabreicht. Dabei sollte die verordnete Dosierung des behandelnden Arztes eingehalten werden.

Was passiert bei erhöhter Kalziumkonzentration im Körper?

Bei bestimmten Erkrankungen kann es zu einem erhöhten Kalziumgehalt im Blut (Hyperkalzämie) kommen. Dies kann der Fall sein bei Nierenfunktionsstörungen, Störungen im Vitaminhaushalt oder erhöhter Abgabe von Kalzium aus den Knochen, z. B. bei Knochenkrebs.

Dadurch können folgende Symptome ausgelöst werden:

  • Starker Harndrang bei geringer Urinausscheidung
  • Gelenkbeschwerden, Muskelschwäche, Knochenschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen, erhöhter Blutdruck
  • Gesteigertes Durstgefühl trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr
  • Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen
  • Erbrechen, Darmbeschwerden
  • Depressionen und Psychosen

Im weiteren Verlauf kommt es zu Arterienverkalkung, Verkalkung von Weichteilgewebe, Knochenverformung oder -brüchen und Darmgeschwüren.

Welche Nahrungsmittel enthalten viel Kalzium?

Die folgenden Angaben beziehen sich auf 100g des verzehrbaren Anteils des angegebenen Lebensmittels.

Milchprodukte sind bekannt für ihren hohen Calcium-Gehalt. Milch, Jogurt, Quark und Buttermilch enthalten etwa 100 bis 120 mg. Bei Käse nehmen Sie je nach Sorte zwischen 600 und 1000 mg zu sich. In der Rubrik Gemüse gehören Champignons (200 mg), Broccoli (113 mg), gekochter Grünkohl (160 mg) und Porree (87 mg) zu den reichhaltigen Sorten. In Mandeln befinden sich etwa 225 mg, in Haselnüssen 220 mg und in getrockneten Feigen 190 mg.

Achten Sie auch auf den Gehalt des Wassers, das Sie trinken. Mineralwasser dürfen sich ab einem Gehalt von 150 mg pro Liter kalziumreich nennen. Es gibt Sorten, die bis zu 800 mg / l enthalten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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