OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wohngemeinschaften-Checkliste: Ist mein Angehöriger ein WG-Typ?

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Das Leben in einer Wohngemeinschaft unterscheidet sich sehr von dem Leben in der eigenen Wohnung. Es ist ein Geben und Nehmen, für das Ihr Angehöriger geschaffen sein muss. Nutzen Sie die Checkliste, um die wichtigsten Fragen abzuklopfen.

Wohnen im AlterFoto: © congerdesign | Pixabay.com

Putzplan, Treffpunkte und eigenes Reich

Eine Wohngemeinschaft für Senioren kann schon mal an eine Studenten-WG erinnern. Denn die meisten Bedürfnisse wie der Putzplan oder gemeinsame Bereiche sind gleich. Als besonders schön empfinden die meisten Bewohner einer Wohngemeinschaft das Gemeinschaftsgefühl. Denn viele Senioren empfinden gerade, wenn Sie an dem ein oder anderen Handicap leiden, die Einsamkeit als besonders belastend. Dies ist in einer Wohngemeinschaft kein Problem.

Auch der Begriff Wahlfamilie für die gemeinschaftliche Wohnform findet immer mehr Zuspruch. Der Weg in eine Wohngemeinschaft ist immer auch die Entscheidung für ein Zusammenleben, das eine gewisse Toleranz erfordert. Oft tun sich Senioren auch mit dem Kennenlernen in den Wohngemeinschaften schwer und können sich über Ihre Vorstellungen nicht mehr so austauschen.

Eine gewisse Offenheit und kommunikative Art sind wichtig für eine Wohngemeinschaft, denn Konflikte müssen in dieser Wohnform offen angesprochen und geklärt werden. Nur so kann das Zusammenleben auf Dauer gelingen.

Gegenseitige Hilfestellung im alltäglichen Leben ist in den Wohngemeinschaften selbstverständlich. Allerdings muss in einer solchen Wohngemeinschaft auch geklärt sein, was geschehen soll, wenn ein Bewohner zunehmend mehr Hilfe oder Pflege braucht.

Wie Sie sehen, erfordert eine Wohngemeinschaft gewisse persönliche Anforderungen. Daher sollten Sie und Ihr Angehöriger folgende Punkte vor der Entscheidung für eine Wohngemeinschaft klären:

1.) Was ist Ihr Angehöriger bereit in die Wohngemeinschaft zu investieren?

Eine Wohngemeinschaft ist immer ein Geben und Nehmen. Dementsprechend sollte Ihr Angehöriger sich klar sein, was er in diese Gemeinschaft investieren möchte. Ist Ihr Angehöriger bereit, einem Mitbewohner zu helfen, ist er bereit, Hilfe anzunehmen? Oder ist Ihr Angehöriger eher ein Mensch, der seine Ruhe und sein eigenes Reich braucht?

2.) Seniorenwohngemeinschaft oder Mehrgenerationenhaus?

Wohngemeinschaft ist nicht gleich Wohngemeinschaft. Fühlt sich Ihr Angehöriger eher unter Senioren mit den gleichen Problemen wohl oder sind jüngere und ältere Menschen angenehmere Mitbewohner für Ihren Angehörigen?

Mit dieser Überlegung könnte einer Entscheidung für eine Seniorenwohngemeinschaft oder ein Mehrgenerationenhaus getroffen werden. Allerdings sollten Sie bei einem Mehrgenerationenhaus immer daran denken, dass Kinder laut und unruhig sein können und manchmal auch einen Ersatz-Babysitter brauchen. Flexibilität ist hier sehr wichtig.,

3.) Welche Kosten kann und will ich tragen?

Manche Wohngemeinschaften entscheiden sich für ein Hausprojekt und möchten gerne bauliche Veränderungen umsetzen. Dies soll einem seniorengerechterem Alltag und vielen Erleichterungen entsprechen. Natürlich bedeutet dies auch, dass Ihr Angehöriger mehr Kapital einbringen muss. Aber es gibt auch Wohngemeinschaften, die das ganze zur Miete gestalten und die Kosten für die gemeinschaftlich genutzten Wohnbereiche auf alle umlegen.

4.) Was für ein Mensch ist Ihr Angehöriger?

Gesellig, zurückgezogen, schüchtern – ein Mensch, der sich in einer Wohngemeinschaft zu Recht finden möchte, muss eher ein geselliger Mensch sein. Ist Ihr Angehöriger eher schüchtern, wird er sich in einer Wohngemeinschaft schwer tun. Der Kontakt zu anfangs noch fremden Menschen darf bei Ihrem Angehörigen keinen Stress verursachen, sondern sollte als gesellig empfunden werden.

5.) Wie werden Konflikte bewältigt?

In einem Zusammenleben gibt es immer Konflikte. Daher sind Konflikte in einer Wohngemeinschaft auch völlig normal. Allerdings müssen diese gezielt und meist aus eigenem Antrieb angegangen werden. Dementsprechend ist die Frage, wie kann Ihr Angehöriger mit Konflikten umgehen? Kann er auch Kompromisse eingehen oder kämpft er sehr dominant für seine Interessen?

Dies sind Fragen, die Sie sich und Ihrem Angehörigen unbedingt stellen sollten bevor Sie eine Entscheidung treffen. Eine Wohngemeinschaft kann eine sehr angenehme Wohnform für Ihren Angehörigen sein, aber um sich wohlzufühlen, sollte Ihr Angehöriger auch der Typ für eine Wohngemeinschaft sein.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.03.2017 aktualisiert.

Bewerten Sie diesen Artikel

Wohngemeinschaften-Checkliste: Ist mein Angehöriger ein WG-Typ?
4.33 Sternen.


Pflege zu Hause

Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Mehr zum Thema

Verhinderungspflege als Entlastung für pflegende Angehörige

Viele Menschen, die einen Angehörigen zu Haus pflegen, fragen sich, was passiert falls ihnen einmal etwas zustoßen sollte, Termine wahrgenommen werden müssen oder man… Artikel lesen ›

Altersgerecht wohnen: Senioren-Wohngemeinschaft statt Pflegeheim

Eine Senioren-Wohngemeinschaft ist für mehr als die Hälfte der Deutschen die erste Wahl. Denn eine Senioren-WG hält jung und ermöglicht auch im Alter ein… Artikel lesen ›

Poolen: Nehmen Sie Betreuungsleistungen gemeinsam in Anspruch

Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurde zum 1. August 2008 das sogenannte Poolen von Leistungen eingeführt. Beim Poolen nehmen mehrere Bewohner, z. B. in einer Wohngemeinschaft,… Artikel lesen ›

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Pflegeheim und einer Pflege-WG?

Ähnliche Kurse

Verhinderungspflege als Entlastung für pflegende Angehörige

Altersgerecht wohnen: Senioren-Wohngemeinschaft statt Pflegeheim

Poolen: Nehmen Sie Betreuungsleistungen gemeinsam in Anspruch

Unterliegt eine Pflege-WG der Heimaufsicht?

Worauf müssen Sie bei einer Senioren-WG für Demenzkranke achten?

Wohngemeinschaften

Wohngemeinschaften bieten Senioren nicht nur ein individuelles Zuhause, das gemeinschaftliche Aktivitäten und Privatsphäre zugleich beinhaltet. Sie sind auch für Menschen geeignet, die Pflege benötigen. Diese kann variabel gestaltet werden und Angehörige sowie Pflegedienste mit einbeziehen.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.