Yoga für pflegebedürftige Angehörige?

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Yoga kann sehr entspannend und positiv für das allgemeine Befinden sein. Dies bietet sich natürlich für Menschen an, die einen pflegebedürftigen Angehörigen umsorgen. Aber auch für die Pflegebedürftigen selbst kann Yoga sehr gut sein. Erfahren Sie jetzt, wie das funktioniert und was Yoga für Pflegebedürftige bringt?

Wie können Pflegebedürftige Yoga ausüben?

In der Hatha-Yoga-Pradipika finden wir dazu die passende Antwort: "Jeder, der Yoga intensiv übt, wird Erfolg haben, sei er jung, alt, gebrechlich, krank oder schwach." Dementsprechend können auch Pflegebedürftige Yoga ausüben, allerdings muss das Yoga auf die individuelle Voraussetzungen angepasst werden. Dabei ist nicht nur das Alter wichtig, sondern auch die Einschränkungen des jeweiligen Pflegebedürftigen. Bei bettlägerigen Patienten ist Umsetzung leider sehr schwierig.

Worauf muss bei Yoga mit pflegebedürftigen Menschen geachtet werden?

Besonders wichtig ist, dass sich jeder wohlfühlt. Nicht jeder Mensch kann sich für Yoga öffnen und das muss respektiert werden. Außerdem muss auf die körperliche Verfassung der Patienten geachtet werden. Im Alter haben die meisten mit Abnutzungserscheinungen der Knochen und einer niedrigeren Spannkraft der Muskeln zu tun.

Dementsprechend muss der Yoga-Übungsleiter die Übungen entsprechend abwandeln. Dabei sollte die Grundidee der Yoga-Übung erhalten bleiben, aber die körperlichen Schwerpunkte, wie z. B. die Kniegelenke entsprechend entlastet werden. Ohne eine entsprechende Entlastung wären die Yoga-Übungen mit den Pflegebedürftigen nicht möglich. Das Engagement und die Rücksicht des Yoga-Übungsleiters ist dabei eine unbedingte Voraussetzung.

Was kann Yoga für pflegebedürftige Menschen bewirken?

Häufig leiden pflegebedürftige Menschen unter Einschränkungen in den Bewegungsabläufen. Bei Beschwerden mit Knien oder Schultern kann es so sehr wichtig sein, die richtige schmerzfreie Bewegung zu finden. Die langsame Ausführung der Yogaübungen mit einer angepassten Atemtechnik soll zu einer natürlichen Anpassungsfähigkeit des Körpers führen.

Dabei sind die Ziele ganz im Sinne des Pflegebedürftigen die Erreichung einer höheren Flexibilität und Beweglichkeit sowie ein neues Körperbewusstsein, das in den Alltag hineingetragen werden soll. Besonders die Atemtechnik bei den Yogaübungen nimmt eine Schlüsselfunktion ein und soll immer weiter verbessert werden.

Der richtige Zeitpunkt im Leben für Yoga

Auch wenn der Körper durch Krankheit oder das fortschreitende Alter abbaut, heißt dies nicht, dass Yoga nicht mehr möglich ist. Gerade jetzt ist der Geist besonders für den Weg nach innen geeignet. Für die meisten ist es nicht mehr so wichtig, die körperlichen Übungen perfekt hinzubekommen, sondern den Übungen nachzuspüren und sie auf die Seele einwirken zu lassen.

Dementsprechend bekommen bei den Pflegebedürftigen die Entspannungstechniken (Yoga Nidra), die Atemübungen (Pranayama) und die Meditation eine größere Bedeutung als bei jüngeren Teilnehmern.

Kann Yoga als eine Art Therapie angewendet werden?

Yoga kann für kranke Menschen sehr hilfreich sein, denn es geht bei Yoga um den Menschen als ganzheitliches Wesen. Dabei wird nicht auf die Behandlung von bestimmten Krankheiten eingegangen, sondern der Prozess, den Körper, Geist und Atem in Einklang zu bringen, bedeutet im Yoga Gesundheit. Eine Identifizierung mit oder über die Krankheit findet bei Yoga nicht statt. Vielmehr sollen die Teilnehmer lernen, das anzunehmen, was sie gesund macht.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Entlastung Pflegender

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