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Zuhause im Alter: Eine besondere Pflege

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In Deutschland gibt es alleine 20 Millionen Menschen, die älter als 60 Jahre sind und im Jahr 2050 soll diese Zahl sogar noch auf 27 Millionen ansteigen. Laut aktueller Statistiken wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen somit um das Dreifache erhöhen und zwar auf 1,2 Millionen Menschen. Dies stellt pflegende Angehörige vor eine große Herausforderung.

Angehörige zu Hause pflegen: Hilfsangebote in Anspruch nehmen

Mittlerweile entscheiden sich die meisten Angehörigen ihre Eltern zu Hause zu pflegen. Die Versorgung und die Pflege ist jedoch ein Full-Time-Job und sollte nicht unterschätzt werden. Viele Menschen werden beispielsweise durch einen Schlaganfall plötzlich pflegebedürftig, so müssen sich die Angehörigen von heute auf morgen auf die neue Situation einstellen.

Meist kommt es aber zu einer schleichenden Veränderung und die Pflege nimmt stetig zu. Die ersten Anzeichen machen sich bei den meisten durch Verlust von Zeit- und Raumgefühl, zunehmender Orientierungslosigkeit und der Unfähigkeit ein Gespräch zu führen deutlich.

Pflegende Angehörige sollten sich viel Zeit nehmen, um sich Informationen einzuholen, welche Hilfsmöglichkeiten in diesem Bereich möglich sind. Inzwischen gibt es zahlreiche Hilfsangebote, die die Pflege deutlich vereinfachen können.

Damit diese Hilfen in Anspruch genommen werden können, muss zunächst der Grad der Pflegebedürftigkeit festgestellt werden. Das erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK). Die spätere Einteilung legt dann fest, wie viel Pflegegeld dem Pflegenden zusteht. Dieses Geld wird dann von der Pflegekasse bezahlt.

Ältere Menschen, die durch den MDK durchgecheckt werden, fühlen sich oft unwohl dabei und geben sich meist sehr viel Mühe, dass ihre Schwächen nicht auffallen. Daher ist es umso wichtiger, dass der pflegende Angehörige bei dem Gespräch dabei ist, denn dieser kann den tatsächlichen Pflegebedarf realistisch wiedergeben. Wenn der MDK eine Pflegestufe wählt, die laut der Angehörigen nicht gerechtfertigt ist, dann hat man immer noch die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen, um eine neue Beurteilung zu veranlassen. Auch der Hausarzt hat die Möglichkeit eine Stellungnahme einzureichen.

Die verschiedenen Pflegestufen

Insgesamt unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Pflegestufen. Welche Pflegestufe gewählt wird, hängt hauptsächlich von der täglichen Pflegezeit ab, sowie dem Anteil von Grundpflege und allgemeinen Pflegemaßnahmen. Bei der Pflegestufe 1 werden etwa um die 45 Minuten pro Tag für die Pflege benötigt, bei der Pflegestufe 2 durchschnittlich 2 Stunden pro Tag und die Pflegestufe 3 beinhaltet durchschnittlich 4 Stunden am Tag oder mehr.

Auch gibt es seit 1.1.2013 die Pflegestufe 0, bei der keine Pflegeminuten gesammelt werden müssen, sondern die Feststellung der eingeschränkten Alltagskompetenz ausreicht, um Pflegegeld zu bekommen.

Tages- oder Kurzzeitpflegeangebote nutzen

Pflegende Angehörige haben ohne Zweifel einen harten Job, der nicht selten sehr viel Energie und Kraft kostet. Daher sollten in regelmäßigen Abständen Pausen eingelegt werden, um wieder neue Kraft zu schöpfen. Dafür kann zum Beispiel eine Tagespflegeeinrichtung oder eine sogenannte Begegnungsstätte sehr nützlich sein. Denn dort sind die Pflegebedürftigen für einen kurzen Zeitraum sehr gut aufgehoben und die Angehörigen haben so genug Zeit, um sich eine Auszeit zu gönnen.

Ein Erfahrungsaustausch gehört in diesen Begegnungsstätten ebenfalls dazu. Denn wer seine Eltern pflegt, der muss nicht nur mit den pflegerischen Aufgaben klar kommen, sondern auch mit der emotionalen Belastung. Daher ist der Austausch mit anderen eine wichtige Stütze.

Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz führen auf lange Sicht zu einer starken Verhaltensänderung, so ist es für Angehörige umso wichtiger Ansprechpartner zu haben, die ihre Erfahrungen mitteilen können. Viele Städte haben inzwischen Alzheimer Gesellschaften oder Selbsthilfegruppen, die Angehörige die ganze Zeit über unterstützen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflege

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Häufig gestellte Fragen

Wie sollte man sich auf den MDK-Besuch vorbereiten?

Wie bereite ich mich auf den MDK-Besuch vor?

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Was geschieht, nachdem der Antrag auf eine Pflegeeinstufung gestellt wurde?

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