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Zwanghafte Verhaltensweisen nehmen bei Demenz zu

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Pflegende Angehörige berichten bei Demenz immer wieder über die verschiedensten zwanghaften Verhaltensweisen. Angefangen bei Schränken, die rastlos immer wieder ein- und ausgeräumt werden über zwanghaftes Händewaschen bis hin zu nächtlichem Umherwandern.

Setzkasten mit SammelstückenFoto: © Romi | Pixabay.com

Zwanghafte Verhaltensweise stoßen meist auf Unverständnis
Bei den meisten pflegenden Angehörigen stößt dieses Verhalten auf besonders großes Unverständnis. Dieses rastlose Verhalten ist zudem für die Angehörigen besonders anstrengend. Doch auch hier ist der Versuch, den Erkrankten zu verstehen, sehr hilfreich für den weiteren Umgang.

Was steckt hinter diesem Verhalten?
Meist ist es die Suche nach Sicherheit. Ein an Demenz erkrankter Mensch ist total verunsichert. Die Welt wie er sie kannte existiert nur noch in Bruchstücken. An einfachen Aufgaben, die ihm früher leicht von der Hand gingen, verzweifelt er und seine Angehörigen scheinen ihn nicht mehr wirklich zu verstehen.

Die Gefühle von Unsicherheit und Einsamkeit machen sich in diesem Menschen breit, er sehnt sich nach Geborgenheit, Ordnung und Sicherheit im Leben. Seine zwanghaften Verhaltensweisen sind also eine Suche nach der alten Ordnung und Sicherheit.

An Demenz Erkrankte wünschen sich Ordnung
Daher lässt sich auch der häufige Wunsch der Erkrankten Ihre Eltern zu sehen erklären. Die Eltern gaben Ihnen als Kind eben diese vermisste Geborgenheit und Sicherheit. Die Frage nach den eigenen Eltern ist also als Wunsch nach Ordnung, Sicherheit und Geborgenheit zu verstehen.

Als Kind haben sich die Erkrankten niemals einsam gefühlt, dementsprechend möchten sie einen alten Zustand wiederherstellen. Interessanterweise erinnern sich manche Demenzkranke, die einen guten Kontakt zu Ihren Betreuern haben, an den Tod der eigenen Eltern und stellen eine vielleicht schon begonnene Suche wieder ein.

Eine ebenso häufige, zwanghafte Verhaltensweise ist das Herumschleppen von Handtaschen, Koffern oder anderen persönlichen Gegenständen. Auch dies ist ein typisches Anzeichen für die Suche nach Geborgenheit.

Wie Sie sehen, steht hinter dem zwanghaften Verhalten der Demenzkranken häufig eine Suche nach etwas Verlorenem. Durch viel Verständnis und Nähe können diese Verhaltensweisen aber oft etwas gemildert werden. Versuchen Sie also, Ihren Angehörigen zu verstehen und ihm ein seelisches Gleichgewicht zu bieten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 07.05.2016 aktualisiert.

Kategorien: Demenz

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